Chronologie Die schwersten Berg- und Seilbahnunglücke


Hamburg - In den vergangenen Jahrzehnten haben Unglücke mit Seil- und Bergbahnen zahlreiche Menschenleben gefordert. Beim bisher schwersten Seilbahnunglück in Europa starben 1976 im italienischen Cavalese 42 Menschen; 1998 gab es am selben Ort 20 Tote.

Ein Auffahrunfall der Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen im August vergangenen Jahres verlief dagegen vergleichsweise glimpflich. 16 Menschen wurden leicht verletzt, als ein Zug der Zahnradbahn bei der Talfahrt auf einen anderen auffuhr, der wegen eines technischen Defekts auf der Strecke anhalten musste.

Einige der schwersten Unglücke:

12.7.1972: Das Zugseil der Drahtseilbahn von Betten nach Bettneralp im Oberwallis in der Schweiz reißt, die Kabine rast auf die Talstation zurück und zerschellt. 13 Menschen werden getötet.

9.3.1976: Im Sportgebiet von Cermis in der Nähe von Cavalese bei Trient in Norditalien stürzt eine vollbesetzte Seilbahn-Kabine etwa 60 Meter in die Tiefe. 42 Menschen ums Leben. Unglücksursache ist ein Seilriss.

13.2.1983: Im Champoluc im italienischen Aosta-Tal lösen sich während einer Seilbahnfahrt drei Kabinen durch eine schwere Windböe aus der Verankerung und stürzen mehr als 50 Meter in die Tiefe. Elf Tote.

29.1.1992: Auf dem Kärntner Naßfeld in Österreich stürzen mehrere Vierersessel der Tröglbahn mitsamt dem Tragseil zu Boden. Vier Touristen kommen zu Tode. Eine Führungsrolle war gebrochen.

3.2.1998: Im Fleimstal bei Cavalese (Dolomiten) zerschneidet ein US-Marinejet im unerlaubten Tiefflug das Seil der Gondelbahn, die zum Monte Cermis führt. Die Kabine stürzt etwa 80 Meter in die Tiefe. Alle 20 Insassen, unter ihnen acht deutsche Skiurlauber sterben.



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