Hamburg - Domnica Cemortan ist "Costa Concordia"-Kapitän Francesco Schettino offenbar doch näher gekommen als bislang bekannt - das berichten die italienischen Zeitungen "La Stampa" und "Il Messagero" unter Berufung auf Aussagen der 25-Jährigen bei der Staatsanwaltschaft. "Ja, es stimmt, ich liebe Kapitän Schettino", habe Cemorta den Ermittlern gesagt.
Bisher hatte die Tänzerin ein Verhältnis bestritten und erklärt, der verheiratete Schettino sei ein guter Familienvater. In einem Interview mit einem moldauischen Fernsehsender hatte sie den 52-Jährigen auch gegen Vorwürfe verteidigt, er habe sein Schiff und die Passagiere im Stich gelassen.
Wie nun bekannt wurde, sollen Taucher in der Kabine des Kapitäns Gegenstände der jungen Frau gefunden haben. Cemortan soll außerdem zugegeben haben, während der Kollision vor der Insel Giglio auf der Kommandobrücke des Kreuzfahrtschiffs gewesen zu sein.
Den Berichten zufolge gilt sie den Ermittlern als wichtige Zeugin. Cemortan soll Auskunft darüber geben, wer sich zum Zeitpunkt des Unglücks wo an Bord aufhielt.
Schettino steht derzeit unter Hausarrest. Ihm und seinem ersten Offizier, Ciro Ambrosio, werden unter anderem fahrlässige Tötung und das vorzeitige Verlassen des Schiffs vorgeworfen.
nga/agm/AFP
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Costa Concordia | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH