Rom - Zwei der überlebenden Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" zeigten sich nach ihrer Rettung ganz besonders aufgewühlt. Zu sehr wurden Valentina Capuano, 30, und ihr Bruder an das Schicksal ihres Großonkels erinnert. Dieser starb vor knapp hundert Jahren beim Untergang der "Titanic" - das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.
"Es war, als ob sich diese Geschichte wiederholt", sagte Capuano. "Es war furchtbar. Ich bin immer noch erschüttert. Der Gedanke daran, was passiert ist, bleibt schmerzhaft. Ich habe Herzklopfen und bin sehr aufgeregt." Die Geschwister Capuano befanden sich mit zwei Freunden an Bord der "Costa Concordia", als der Luxuskreuzer am Freitag nahe der Insel Giglio auf Felsen lief.
Nach ihrer Rettung erinnerten sie sich wieder an die Geschichten, die ihre Großmutter Maria immer erzählt hatte. Deren Bruder Giovanni sei im Alter von 25 Jahren auf der Suche nach Arbeit nach London ausgewandert. Dort fand er der Familie zufolge einen Job als Kellner auf der "Titanic" - und kam am 15. April 1912 wie rund 1500 weitere Menschen ums Leben. Die "Titanic" sank rund zwei Stunden nach einer Kollision mit einem Eisberg im Nordatlantik.
wit/dpa
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