Crans Montana Franzose stirbt nach Lawinenabgang in der Schweiz

Schneemassen haben mehrere Menschen auf einer Schweizer Skipiste begraben. Drei Personen überlebten das Lawinenunglück in Crans Montana mit leichten Verletzungen. Ein Mann starb im Krankenhaus.

Twitter/Alexis Ramu

Ein 34-Jähriger ist nach dem Lawinenabgang in Crans Montana in der Schweiz ums Leben gekommen. Der schwer verletzte Franzose starb laut Polizei im Krankenhaus. Drei weitere Personen waren am Dienstag leicht verletzt aus den Schneemassen gerettet worden. Ob es sich bei diesen Opfern um Einheimische oder Touristen handelte, konnte die Polizei bislang nicht sagen.

Die Lawine war auf eine befahrene Skipiste niedergegangen. Bis zum Morgen gingen bei der Polizei keine weiteren Vermisstenmeldungen ein. Als Vorsichtsmaßnahme habe man über Nacht dennoch in den Schneemassen nach möglichen Opfern gesucht, sagte ein Polizeisprecher. Die Suche wurde dann eingestellt.

Der Bürgermeister des Ortes, Nicolas Féraud, hatte zunächst befürchtet, dass bis zu einem Dutzend Menschen von den Schneemassen mitgerissen worden sein könnten. Im Einsatz waren zeitweise mehr als 240 Helfer, teils mit Suchhunden.

Die Lawine hatte eine freigegebene Skipiste auf einer Länge von mehreren hundert Metern begraben. Das Wetter war bestens, der Lawinenwarndienst hatte die Gefahr eines Abgangs als gering eingeschätzt. Ermittler prüfen, ob Skifahrer abseits der Pisten die Lawine ausgelöst haben.

Skipisten sind normalerweise vor Naturgefahren geschützt. Dass Lawinen auf präparierte Pisten niedergehen, ist äußerst selten. In den vergangenen zehn Jahren wurde nach Angaben des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in der ganzen Schweiz ein Skifahrer auf einer Piste von einer Lawine getötet.

Im offenen Gelände, wo Tourenskifahrer abseits der Pisten unterwegs sind, kamen dagegen in zehn Jahren mehr als 220 Menschen durch Lawinen ums Leben, wie Lawinenexperte Kurt Winkler dem Sender SRF sagte.

wit/dpa



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