Internationaler Banken-Hack: Cyber-Räuber stehlen in Deutschland fast zwei Millionen Euro

Cyber-Bankraub: Der Riesen-Coup Fotos
DPA

Die international operierenden Cyber-Bankräuber haben auch in Deutschland große Beute gemacht: Laut Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wurden im Februar in sieben Städten 1,85 Millionen Euro mit manipulierten Kreditkarten abgehoben. Zwei Niederländer befinden sich in U-Haft.

Düsseldorf - Auch in Deutschland haben die international agierenden Cyber-Kriminellen zugeschlagen: In einer Nacht im Februar seien in sieben deutschen Städten insgesamt 1,85 Millionen Euro mit gefälschten Mastercard-Kreditkarten der Bank Muscat abgehoben worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf.

Bereits zuvor hatte die Düsseldorfer Behörde von einer Verbindung nach Deutschland berichtet. Es seien zwei mutmaßliche Beteiligte festgenommen worden, hieß es in einer Mitteilung. Es handele sich um einen Niederländer und eine Niederländerin.

Offenbar hatte das holländische Pärchen Geld von manipulierten deutschen Konten abheben können. Laut Staatsanwaltschaft erbeuteten der 35-Jährige und die 56-Jährige rund 170.000 Euro. Das Paar wurde bereits im Februar mit dem Bargeld und gefälschten Karten auf frischer Tat ertappt.

Sie seien offenbar Teil des global operierenden Diebesrings, der bei zwei Aktionen im Dezember 2012 und Februar 2013 innerhalb weniger Stunden weltweit umgerechnet 34 Millionen Euro ergaunert hatte. Beide säßen immer noch in Untersuchungshaft, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ihnen werden Computerbetrug und die Fälschung von Kreditkarten vorgeworfen.

Die Deutsche Kreditwirtschaft, die Organisation der fünf großen Bankenverbände, hatte bislang angegeben, nichts von Schadenfällen in Deutschland im Zusammenhang mit dem großangelegten Banken-Hack zu wissen.

US-Behörden hatten am Donnerstag sieben Männer in New York verhaftet, die nach ihren Erkenntnissen Teil des Hacker-Rings waren. Sie sollen jedoch nicht die Drahtzieher hinter der großangelegten Operation gewesen sein. Die Raubzüge hatten auf zwei Institute gezielt: die Bank Muscat aus dem Oman und die Rakbank aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Dazu hatten sie Kreditkarten dupliziert und an Mittelsmänner auf der ganzen Welt verteilt, die dann binnen weniger Stunden 45 Millionen Dollar von Geldautomaten abhoben.

gam/Reuters

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1. Zum Glück
vleischesser 10.05.2013
Zum Glück habe ich mein Geld unterm Kopfkissen. Das ist heutzutage am sichersten!
2. So,so liebe Bankenaufsicht!
Niamey 10.05.2013
Zitat von sysopREUTERSDie international operierenden Cyber-Bankräuber haben auch in Deutschland große Beute gemacht: Laut Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wurden im Februar in sieben Städten 1,85 Millionen Euro mit manipulierten Kreditkarten abgehoben. Zwei Niederländer befinden sich in U-Haft. http://www.spiegel.de/panorama/cyber-bankraeuber-ergaunern-millionenbetrag-in-deutschland-a-899162.html
Und genau weil Kreditkarten ja so viel sicherer sind als EC Karten muss ich im Ausland, fast weltweit, mit einer kastrierten EC-Karte herumrennen und mit einer ach so tollen und wirklich sicheren Kreditkarte für teuer Geld mein tägliches Leben finanzieren. Hoffentlich haut diesen Idioten endlich mal jemand richtig auf die Klicker!
3. Nochmaliger Versuch eines Kommentars
echo0815 10.05.2013
Zitat von sysopREUTERSDie international operierenden Cyber-Bankräuber haben auch in Deutschland große Beute gemacht: Laut Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wurden im Februar in sieben Städten 1,85 Millionen Euro mit manipulierten Kreditkarten abgehoben. Zwei Niederländer befinden sich in U-Haft. http://www.spiegel.de/panorama/cyber-bankraeuber-ergaunern-millionenbetrag-in-deutschland-a-899162.html
Die spannende Frage bleibt, haben die beiden Niederländer hier in Deutschland gleichfalls Geld von den Konten der arabischen Banken abgehoben, oder waren davon auch europäische Banken direkt betroffen ? Die Beantwortung wäre sicher wichtig, um die Sicherheit der Kundendaten zu beantworten.
4. Vertuscht
tucku 10.05.2013
Zitat von sysopREUTERSDie international operierenden Cyber-Bankräuber haben auch in Deutschland große Beute gemacht: Laut Düsseldorfer Staatsanwaltschaft wurden im Februar in sieben Städten 1,85 Millionen Euro mit manipulierten Kreditkarten abgehoben. Zwei Niederländer befinden sich in U-Haft. http://www.spiegel.de/panorama/cyber-bankraeuber-ergaunern-millionenbetrag-in-deutschland-a-899162.html
Da offenbar die Kreditwirtschaft sehr wohl von den Betrügereien wußte, wurden die üblichen Nebelkerzen gezündet um die Kunden nicht zu verunsichern. Das mißlang. Dieser Fall dürfte kein einmaliger sein und zeigt erneut, dass es um die Sicherheit der Kunden schlecht bestellt ist. Schlimm dabei ist, dass man den KUNDEN in Sicherheit wiegt, obwohl es keinen gibt. Insofern ist der Fall bemerkenswert. Ein umfassender Schutz vor Cyberkriminellen ist ab absurdum geführt worden. Die Angst geht um und die Verunsicherung steigt. Eine Lösung liegt in weiter Ferne.
5. Haben Sie überhaupt den Artikel gelesen?
nemaxmutant 10.05.2013
Zitat von tuckuDa offenbar die Kreditwirtschaft sehr wohl von den Betrügereien wußte, wurden die üblichen Nebelkerzen gezündet um die Kunden nicht zu verunsichern. Das mißlang. Dieser Fall dürfte kein einmaliger sein und zeigt erneut, dass es um die Sicherheit der Kunden schlecht bestellt ist. Schlimm dabei ist, dass man den KUNDEN in Sicherheit wiegt, obwohl es keinen gibt. Insofern ist der Fall bemerkenswert. Ein umfassender Schutz vor Cyberkriminellen ist ab absurdum geführt worden. Die Angst geht um und die Verunsicherung steigt. Eine Lösung liegt in weiter Ferne.
Was denken sie denn, weshalb es die "Bank Muscat" betrifft? Das ist eine Bank aus dem Oman, deren Konten nicht online verifiziert werden. Außerdem bestand der Betrug darin, dass das Guthaben von sogenannten Prepaid-Kreditkarten durch Manipulation erhöht wurde. Hier wurde also kein fremdes Konto geplündert.
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