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18. Januar 2013, 18:22 Uhr

Dämpfe in Ryanair-Cockpit

Piloten klagen über Kopfschmerzen

Auf dem Hinweg klagten die Piloten über Kopfweh, auf dem Rückweg erlitt die Co-Pilotin einen Schwindelanfall: Ins Cockpit einer Ryanair-Maschine sind Dämpfe eingedrungen. Experten untersuchen den Vorfall - die Airline bezeichnet ihn als geringfügig.

Bremen - Erneuter Zwischenfall bei der Fluggesellschaft Ryanair: Auf einem Flug des Billigfliegers von Bremen nach Litauen sind Dämpfe ins Cockpit eingedrungen. Die Piloten klagten über starke Kopfschmerzen, konnten den Flug aber fortsetzen. Die Bundesstelle für Fluguntersuchung (BFU) prüft den Zwischenfall, der sich im vergangenen Oktober beim Start der Maschine in Bremen ereignete.

Während des Flugs hätten sich die Dämpfe wieder aufgelöst, sagte ein BFU-Sprecher. Im Anflug auf Vilnius und beim Rückflug nach Bremen drangen erneut Dämpfe ins Cockpit. Die Co-Pilotin erlitt beim Anflug auf Bremen einen Schwindelanfall.

Nach dem BFU-Bericht klagten die beiden Piloten in den Tagen danach über gesundheitliche Probleme und konnten nicht arbeiten. Ryanair bestätigte den Vorfall und bezeichnete ihn als geringfügig. Die Dämpfe seien durch eine Triebwerksreinigung entstanden, teilte ein Sprecher mit. Ingenieure hätten keine Mängel an der Maschine festgestellt. Folgen für die Gesundheit der Crew habe es nicht gegeben. Die beiden Piloten hätten im Anschluss Urlaub gehabt und arbeiteten weiterhin für die Fluggesellschaft.

Die Pilotenvereinigung Cockpit bezeichnete den Vorfall bei Radio Bremen als ernste Störung. Dieser zeige erneut, dass etwas im System Ryanair nicht stimme, sagte Sprecher Markus Wahl. In den vergangenen Monaten war die irische Fluggesellschaft mehrmals wegen angeblicher Sicherheitsmängel in die Schlagzeilen geraten.

Für Aufregung hatte zuletzt ein schwerer Zwischenfall im vergangenen September beim Landeanflug auf den Flughafen Memmingen im Allgäu gesorgt. Einen Monat zuvor hatte Cockpit die Airline kritisiert, nachdem drei Ryanair-Maschinen an einem Tag hatten notlanden müssen.

ulz/dpa

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