Dänemark Abgeordnete empfiehlt Männern einheimische Prostituierte

Pia Adelsteen sitzt für die rechtspopulistische Volkspartei im dänischen Parlament. Die Politikerin hat ihre ganz eigenen Ansichten, wie der Menschenhandel im Rotlichtgewerbe gestoppt werden könnte: mit einer Präferenz für dänische Prostituierte.


Kopenhagen - Dänische Männer sollten nach Ansicht der rechtspopulistischen Abgeordneten Pia Adelsteen möglichst nur einheimische Prostituierte aufsuchen. Der Menschenhandel im Rotlichtgewerbe müsse gestoppt werden, "und dazu ist es am besten, wenn sie nicht zu ausländischen Mädchen gehen", sagte Adelsteen.

"Ich habe nichts gegen Männer oder auch Frauen, die für Sex bezahlen", so die Abgeordnete der einwanderungskritischen Dänischen Volkspartei. Adelsteen äußerte sich nach Bekanntwerden einer Umfrage des Gleichstellungsministeriums. Demnach findet jeder siebte Däne Besuche bei einer Prostituierten, die Opfer von Menschenhändlern ist, in Ordnung. "Wir sollten schauen, ob irgendetwas getan werden kann, damit Prostituierte zeigen können, dass sie ihr Gewerbe selbst gewählt haben", sagte Adelsteen.

Anders als in den sonstigen nordischen Ländern ist Prostitution in Dänemark für Sexarbeiterinnen und Kunden gleichermaßen straffrei. Dennoch bewegt sich das Gewerbe in einer rechtlichen Grauzone, da Prostituierte zum Beispiel Steuern zahlen müssen, aber nicht in den Genuss der ansonsten üblichen Arbeitnehmerrechte oder Arbeitslosenunterstützung kommen.

Nach Angaben der Sozialbehörden aus dem Jahr 2010 kommt rund die Hälfte der Prostituierten aus dem Ausland. Etwa 900 Frauen stammen demnach aus Thailand, 1000 aus Mittel- und Osteuropa sowie 300 aus Afrika, vor allem aus Nigeria.

wit/AFP



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