Dänemark Prinz Henrik will nicht neben Königin Margrethe beigesetzt werden

Prinz Henrik will nach seinem Tod das Grab nicht mit seiner Frau Königin Margrethe von Dänemark teilen. Grund ist offenbar: Der 83-Jährige wäre gern König gewesen, bekam den Titel aber nicht.

Königin Margrethe und Prinz Henrik (Archiv)
AP

Königin Margrethe und Prinz Henrik (Archiv)


Den Satzteil "...bis dass der Tod euch scheidet" aus dem Eheversprechen nimmt Dänemarks Prinz Henrik offenbar wörtlich. Denn der Mann von Königin Margrethe, 77, will nach seinem Tod nicht neben seiner Frau bestattet werden. Das teilte das Königshaus mit.

Traditionell wird das dänische Königspaar in der Domkirche von Roskilde beigesetzt. Der Bildhauer Bjørn Nørgaard fertigte bereits einen Sarkophag für die beiden an. Die Königin sei mit der Entscheidung ihres Mannes einverstanden, sagte die Chefsprecherin des Königshauses, Lene Balleby, der Tageszeitung "BT".

Der 83-Jährige hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er mit seinem Titel nicht glücklich war. Er wäre nach der Thronbesteigung seiner Frau 1972 gern König geworden. 2016 ging er in den Ruhestand und legt dabei auch den Titel Prinzgemahl ab.

Da Henrik in Dänemark nicht den Titel und die Funktion bekommen habe, die er wollte, sehe er sich gegenüber seiner Frau nicht als gleichwertig an - auch nicht nach dem Tod, erläuterte Balleby. Wo genau Prinz Henrik begraben werde, sei noch unklar. Er habe aber nicht die Absicht, in seiner französischen Heimat beigesetzt zu werden, sondern in Dänemark. "Er mag das Land, für das er in den letzten 50 Jahren gearbeitet hat."

Henri de Laborde de Monpezat, Spross einer französischen Adelsfamilie, hatte seine spätere Frau 1965 in London kennengelernt, wo er in der französischen Botschaft arbeitete. Anders als der Königin gelang es ihm nie, die Herzen der Dänen zu erobern.

wit/dpa/AFP



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