Das Desaster von Duisburg Im Tunnel des Todes

Der Horror steht den Ravern von Duisburg ins Gesicht geschrieben. Sie wollten feiern - dann durchlitten sie Todesangst, sahen Menschen sterben. Nach der Massenpanik auf der Love Parade mit mindestens 19 Toten und mehr als 300 Verletzten werden Fragen laut. Viele aus dem Tunnel sind traumatisiert.

Von , Duisburg


Lena steht in der Ecke des Kiosks, Duisburg, Neudorfer Straße, nahe Hauptbahnhof. Über ihr Gesicht laufen Rinnsale schwarzer Wimperntusche, das zerrissene Oberteil hat sie notdürftig zusammengeknotet. Die 21-jährige Studentin aus Essen weint leise vor sich hin. Sie trägt keine Schuhe.

Die hat sie im Tunnel verloren.

Gestoßen und geschubst wurde sie. An Armen und Haaren haben Fremde an ihr gezerrt, bis sie irgendwie aus der Menschenmasse herauskam - hinweg über bewusstlose, schwer verletzte Menschen. "Zum Teil lagen fünf, sechs aufeinander", sagt sie. "Manche schrien fürchterlich um Hilfe, andere taten keinen Mucks mehr."

Lena war zum ersten Mal bei einer Love Parade. Lena hat zum ersten Mal einen toten Menschen gesehen.

Eine junge Frau in einem Top, das Dekolleté mit Glitzer-Make-Up verziert, so erinnert sie sich an die Tote. Um den Hals eine Kette aus Plastikblumen. Gestorben auf der Love Parade in Duisburg, die eine Millionenparty werden sollte und an diesem Samstagnachmittag in einem Fiasko endete. 19 Menschen starben bei der Katastrophe am Alten Güterbahnhof in Duisburg, drei von ihnen erst im Krankenhaus. Viele andere mussten wiederbelebt werden. Mehr als 340 Teilnehmer wurden laut einem Polizeisprecher als verletzt gemeldet, wie schwer, konnte er am frühen Sonntagmorgen noch nicht sagen.

Zeugen im Wortlaut
Wo haben die Sicherungssysteme versagt? Was passierte im Tunnel? Die Ursachensuche beginnt - SPIEGEL ONLINE dokumentiert Zeugenaussagen aus verschiedenen Quellen. Die Angaben konnten nicht verifiziert werden. Klicken Sie auf die Überschriften...
Fabio, 21: "Reihenweise Leute zusammengeklappt"
Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa: "Wir standen mittendrin. Es hatten immer mehr Menschen noch versucht, zum Gelände zu kommen. (...) Wir waren schon durch den Tunnel durch und standen auf dem kurzen Stück vor dem Eingang. Dort ging es aber nicht weiter." Einige seien über Zäune und über eine Leiter geklettert oder über eine enge Treppe am Tunnelende. "Wir sind danach durch den Tunnel zurück. Meine Freundin und ich haben schon kaum mehr Luft mehr bekommen und haben die Ellbogen ausgefahren, um noch wegzukommen. (...) Anschließend haben wir die Polizei alarmiert und gesagt, dass es im Tunnel gleich zur Massenpanik kommen wird." Passiert sei erst einmal nichts. "Das war etwa eine Dreiviertelstunde vor dem Unglück gewesen. Da waren aber schon Leute reihenweise zusammengeklappt."
Udo: "So stelle ich mir Krieg vor"
n-tv-Kameramann und Augenzeuge: "Da lagen schon einige Menschen am Boden, andere kletterten die Wände hoch und versuchten, über die Seiten auf das Gelände zu kommen. Und die Menschenmenge, die nachrückte, die liefen einfach über die am Boden liegenden drüber. Also eine richtige Massenpanik. (...) Die Polizei hat versucht, hineinzugehen in die Menge und die am Boden liegenden Menschen herauszuziehen. Es war aber zu voll, die Polizei hat die Menschen nicht herausbekommen, es war nichts zu machen. (...) Überall lagen Menschen auf dem Boden herum. So stelle ich mir Krieg vor." Die Veranstalter seien vermutlich nicht richtig auf die Menschenmassen vorbereitet gewesen. "Das war programmiertes Chaos." Zunächst seien keine Rettungskräfte dort gewesen: "Hilfskräfte waren erst mal gar nicht vorhanden, vielleicht drei, vier vom Malteser Hilfsdienst. Die konnten aber in der Masse der Menschen auch nichts machen. Man kann nicht mit einer Million Menschen planen und dann ein Gelände für 350.000 Menschen bereitstellen."
Dustin, 17: "Neben mir ist ein Mädchen gestorben"
Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP: "Alle wollten noch auf das Gelände. Damit es schneller geht, sind einige auf die Treppe ausgewichen." Diese führt von der Unterführung direkt zum Güterbahnhof, doch "von hinten drückten immer mehr nach". Es habe 40 Minuten nur Panik gegeben, erst dann habe eine Rettungsgasse gebildet werden können. Für viele kam die Hilfe zu spät. Dustin: "Neben mir ist ein Mädchen gestorben." Es sei einfach erdrückt worden. Ein weiteres Mädchen habe neben ihm gelegen und sei schon blau angelaufen gewesen. Mit Mund-zu-Mund-Beatmung habe er sie wiederbeleben können. "Auf mir lagen noch zwei Menschen." Teilweise seien fünf bis sechs Personen übereinandergeschoben worden. Schließlich hätten ihn Rettungssanitäter herausgezogen. Es sei so eng gewesen, dass seine Schuhe zwischen den Menschen steckenblieben: "Ich hatte schon mit dem Leben abgeschlossen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch Luft bekomme."
TV-Augenzeuge: "Dann sind wir alle umgefallen"
Mann im WDR-Interview: "Es hat sich alles wie in einem Hexenkessel gestaut. Es kamen immer weiter Leute von hinten. Und irgendwann fangen die Leute dann an, umzukippen. Ein paar sind die Treppe hochgegangen, ein paar den Mast hochgeklettert." Gemeint sind eine Nottreppe und ein Lautsprechergerüst, die von unten auf das Gelände führen. "Ich hab nur gesehen, dass ich mit meiner Freundin oben bleibe, weil ich wusste: Wenn ich einmal am Boden liege, dann werden die Leute über uns drübertrampeln. Dann sind wir alle umgefallen, ich halb mit runter, meine Beine waren beide eingequetscht." Zum Glück habe ihm jemand hochgeholfen, "dann sind wir wie durch Glück aus der Masse rausgetrieben worden. (...) Dann hab ich allen gesagt: Geht wieder zurück, die Leute sterben da vorne." Als er die Polizisten gewarnt habe, habe er gehört: "Willst Du das hier organisieren?" Jetzt bewege er sich von seinem sicheren Ort nicht weg, sitze da, eine halbe Stunde, eine Stunde, vielleicht länger, und wolle nicht mehr weitergehen. Er fürchte, dass so etwas wieder passiere.
Achmed, 17: "Brutal nach vorne gedrückt"
Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa: "Als die Polizei das Gelände abriegeln wollte, wurden wir brutal nach vorne gedrückt, die Leute vorne bekamen keine Luft mehr." Die Stimmung sei zunächst gar nicht aggressiv gewesen. "Die wollten doch alle nur Spaß. (...) Dann haben alle geweint, ich habe geweint. Ich habe noch nie gesehen, wie ein Mensch gestorben ist."
Mario, Stefan, Rebecca: "Direkt niedergetrampelt"
Stimmen auf dem Internet-Portal DerWesten - Mario: "Es waren Tausende Menschen im Tunnel. Viel zu viele auf jeden Fall. Die Leute sind reihenweise umgefallen. Und die Polizei hat von beiden Seiten immer mehr Leute in den Tunnel geschickt". Stefan: "Wer umgefallen ist, wurde direkt niedergetrampelt." Die Sanitäter seien erst nicht durchgekommen. Rebecca: "Dann ist ein Rettungswagen durch die Menge gefahren, aber dadurch wurden alle noch mehr zusammengedrängt. Alle waren total hysterisch."
"Gabi", 43: "Die einen wollten rein, die anderen raus"
Forumseintrag auf einslive.de: "Wir sind etwa eine halbe Stunde vor der Panik durch diesen Tunnel gelaufen. Es war tierisch voll. Die einen wollten rein, die anderen raus. Also Gegenverkehr und großes Geschubse. Das war das große Problem. Die Polizei stand dabei und hat nur geschaut. (...) Nun, es hört sich jetzt vielleicht klugscheißerisch an, aber irgendwie konnte man es doch vorhersehen. Nur ein Eingang zum Gelände. Und es passten nicht alle drauf, die auch gerne wollten."
"Ronja", 17: "Uns kamen tausend entgegen"
Forumseintrag auf einslive.de: "Ich war in dem Tunnel. Plötzlich kam eine Frau zu uns und sagte wir sollen gehen, vorne fingen Massenschlägereien an. Die Menschen wurden über Traversen auf die Brücke geschleust, über Container hochgeschoben, bevor alles passiert ist. (...) Uns kamen auf den Rückweg noch mindestens tausend Menschen entgegen. Warum haben die Veranstalter nur einen Eingang gehabt?"
Stunden nach der Katastrophe ist der Unglücksort weiträumig abgesperrt. Die Polizei lässt vorerst niemanden zum Tatort, aber schon auf dem Weg dorthin zeigt sich ein Schlachtfeld. Zertretene Absperrungen, Unmengen Müll, dazwischen betrunkene, mit Drogen vollgepumpte Menschen, manche von ihnen in goldene Erste-Hilfe-Decken gehüllt. Durchweg heulen die Sirenen von Polizei- und Rettungswagen.

Menschenmengen drücken sich durch noch so kleine Straßen. Wer in keiner "hilflosen Lage" sei, werde sich selbst überlassen, sagt ein Polizist. "Jeden Betäubten mit auf die Wache nehmen? Da hätten wir vor der großen Party noch anbauen müssen."

Es ist eine laue Sommernacht in Duisburg. "Erfrieren wird also keiner."

Die Hilfskräfte, denen man an den Straßensperrungen begegnet, sind allesamt ortsfremd und restlos mit der Situation überfordert. Sämtliche Autobahnabfahrten nach Duisburg sind noch in der Nacht gesperrt, Blechkarawanen schlängeln sich von Vollsperrung zu Vollsperrung durch das Ruhrgebiet.

Nachdem Zehntausende den Duisburger Hauptbahnhof bestürmt haben, der gut zwei Kilometer nördlich des Festivalgeländes liegt, wurden Busse zum Abtransport der Massen angefordert. Nach ein Uhr nachts hat sich der Tumult am Bahnhof entzerrt, so dass mehr als 15 leere Omnibusse eine der Hauptstraßen versperren und nicht wissen, wohin. Einen Fahrplan für die nächsten Stunden gibt es nicht. Es ist Chaos in der Stadt. In der Eile scheint nur eine Order zu gelten: Menschenaufläufe verhindern. Mehr nicht.

Fotostrecke

20  Bilder
Duisburg: Katastrophe bei der Love Parade
Lena ist in Gedanken bei der toten Frau. "Ob ich ihren starren Blick je wieder vergessen werde?", sagt sie, sie stammelt, "und die Schreie der anderen in Todesangst?" Ihr Freund Tim hält ihre Hand.

Die Techno-Party sei schon am frühen Nachmittag "gnadenlos überlaufen gewesen", erzählt er. "Der einzige Zugang war der Tunnel, anders konnte man nicht aufs Gelände." Anfangs sei das Geschubse "fast noch animierend" gewesen. Man habe gemeinsam Lieder gesungen und skandiert. Die Stimmung sei friedlich und entspannt gewesen. "Das ist ja auch der Sinn der Love Parade, oder?"

Dann sei das Gerangel aggressiver geworden. "Es war eng, heiß, unerträglich, und die Leute wollten entweder zur Party - oder eben weg." Einige suchten ihre eigenen Wege, hangelten sich an einem Mast hoch oder kletterten ein schmales Treppchen hoch. Dehydrierte, entkräftete Raver wurden über den Köpfen der anderen nach draußen befördert. Einige stürzten ab. Als das passierte, sagt die Polizei, brach die Massenpanik aus. Vor dem Eingang, im Tunnel, überall wurde gedrängt, gequetscht, am Ende waren 19 Menschen tot.

Stunden später sitzen Lena und Tim am Boden, neben dem überfüllten Mülleimer des Kiosks, und bekommen nicht mehr mit, was um sie herum geschieht. Immer noch kreisen Hubschrauber, grölen zugedröhnte Parade-Teilnehmer, Blaulicht überall, Streifen- und Rettungswagen donnern an ihnen vorbei. Lena und Tim wollen das nicht mehr sehen. Sie warten auf Lenas Vater, sie wollen nur noch heim.

"Oh Gott, wir haben noch gebuht und gepfiffen"

Martin, 24, angehender Jurist aus München, kauert mit seiner Clique auf dem Asphalt vor einer Bushaltestelle. Er wollte die Nacht durchmachen, jetzt hockt er verstört neben seinen Kumpels, will sich nicht vom Fleck bewegen. Sie haben seit vormittags getrunken, gefeiert, getanzt - und nicht mitbekommen, dass Hunderte Meter weiter von ihnen Menschen um ihr Leben gekämpft und verloren haben.

Er erinnert sich an eine "lapidare Durchsage" gegen 23 Uhr, in etwa: Bitte geht langsam nach Hause, es war ein schöner Tag mit euch!

Die Love Parade war nicht überstürzt abgebrochen worden, um einen weiteren Massenauflauf zu vermeiden. Die Menschen tanzten immer weiter, zu wummernden Bässen, als wäre nichts gewesen, als wäre nebenan nicht die größte Katastrophe seit vielen Jahren bei einem solchen Großereignis in Deutschland geschehen.

Viele bekamen Nachrichten auf ihre Handys, viele gingen heim, aber Martin und seine Freunde schauten nicht aufs Telefon. Sie wunderten sich, dass Haupt-DJ David Guetta nicht auftrat. "Oh Gott", sagt Martin, "wir haben noch gebuht und gepfiffen und nur an unseren Spaß gedacht." Erst als sie vom Gelände gingen, hätten sie Nachrichten von besorgten Verwandten und Freunden auf ihren Handys gesehen. "Meine Schwester weinte. Sie hatte seit Stunden versucht, mich oder diese Hotline für Angehörige zu erreichen."

Fotostrecke

14  Bilder
Die Katastrophe von Duisburg: Trauer am Tag danach
In einem Fastfood-Restaurant sitzen zwei Beamte der Bundespolizei. Mehr als 15 Stunden hatten sie Dienst, sie sind erschöpft. Einer war an der Unglücksstelle im Einsatz. Mit Kollegen habe er Raver aus dem Gedränge gezogen. "Diese Menschen sind bestens gelaunt zu der Veranstaltung", sagt er, "und auf einmal durchleben sie Todesangst." Er sagt, jetzt müsse man sehr ernsthaft ermitteln, wer die Verantwortung trägt für den Tod von 19 jungen Menschen.

Es gibt so viele Fragen. Wieso galt der Tunnel als sichere Variante, wie konnte er zu einem solchen Nadelöhr werden, wieso gab es keine Notfallausgänge? War das Sicherheitskonzept unterdimensioniert? Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE ging die Einsatzleitung der Polizei stets von höchstens 500.000 Ravern auf dem Partygelände am Alten Güterbahnhof aus, doch es war wohl mehr als eine Million Menschen da. Bei 1200 Polizisten. Über allem steht eine Frage, die einem Vorwurf gleichkommt: War die Chance, im Jahr der Europäischen Kulturhauptstadt Ruhr.2010 eine Love Parade abzuhalten, für Duisburg wichtiger als die Sicherheitsdetails? Der Bürgermeister verteidigt das Sicherheitskonzept, die Debatte beginnt (mehr dazu...)

Als Lenas Vater an dem Kiosk in der Neudorfer Straße aus seinem Auto steigt und seine Tochter sieht, sagt er: "Schätzchen, du hast ja gar keine Schuhe an."

Forum - Love Parade in Duisburg - fataler Fehler?
insgesamt 6342 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Hovac 25.07.2010
1. traurig
Zitat von sysopDie Entscheidung war umstritten, es gab Zweifel am Konzept, dann kam es zur Katastrophe - war es ein Fehler, die Love Parade auf diesem Gelände in Duisburg abzuhalten?
Wenn auch nur ein Mensch stirbt war es ein Fehler. Sowas darf in Deutschland doch nicht mehr passieren, wozu wird man von Formularhaufen für die kleinsten Anlässe erdrückt wenn es dann doch nicht sicher ist.
lawinchen, 25.07.2010
2. Rhetorische Frage
Zitat von sysopDie Entscheidung war umstritten, es gab Zweifel am Konzept, dann kam es zur Katastrophe - war es ein Fehler, die Love Parade auf diesem Gelände in Duisburg abzuhalten?
Ein Gelände, das max. 500.000 Besucher aufnehmen kann und dessen Zugangswege derart beschränkt sind, ist fraglos für eine Veranstaltung wie die Love Parade geeignet, denn die Love Parade ist dafür bekannt, weniger als 500.000 Besucher anzuziehen. Duisburg mag pleite sein und die zusätzlichen Einnahmen begrüßen, aber auf diesem Gelände mit diesen Zugangswegen hätte eine solche Veranstaltung niemals stattfinden dürfen: Ich hoffe, der Link wird dargestellt, ansonsten hilft eine Google-Maps-Suche nach "Karl-Lehr-Straße, Duisburg". Das Gelände befindet sich nördlich der L237. http://maps.google.de/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=Love-Parade,+Duisburg&sll=51.151786,10.415039&sspn=21.231081,67.631836&ie=UTF8&hq=Love-Parade,&hnear=Duisburg,+Nordrhein-Westfalen&ll=51.422882,6.770582&spn=0.010276,0.033023&t=h&z=16 Polizeipräsidium und Staatsanwalt befinden sich gleich um die Ecke, ich hoffe, sie nutzen die Nähe.
xkultx 25.07.2010
3. Wo gesunder Menschenverstand aufhört...
Egal wo ob in Duisburg, Essen oder Berlin zu solchen tragischen Zwischenfällen kann es leider überall kommen. Es ist nur immer sehr einfach alles auf die Veranstalter abzuschieben, dabei wird allzu oft vergessen wer hier der wahre Auslöser des Dilemmas ist, war und bleiben wird - Alkohol, Drogen, Egoismus und Rücksichtlosigkeit. Wenn es nicht weiter geht - schiebt man nicht!!! Wo gesunder Menschenverstand aufhört, kommen die verschiedensten Schuldzuweisungen - Klar der Veranstalter ist Schuld - Klar die Stadt Duisburg ist schuld. Leute packt Euch mal an den Kopf und fangt an zu denken! Wenn ich mit 2 Promille in eine 30 Zone aus der Kurve fliege - ist dann auch die Stadt Duisburg Schuld oder der Hersteller meines Autos oder die Brauerei, warum bauen die denn dort eine Kurve hin, warum fährt mein Auto wenn ich getrunken habe?
waffenstillstand 25.07.2010
4.
Zitat von sysopDie Entscheidung war umstritten, es gab Zweifel am Konzept, dann kam es zur Katastrophe - war es ein Fehler, die Love Parade auf diesem Gelände in Duisburg abzuhalten?
Ja, sicher. Es war vorher schon bekannt, dass das Gelände höchstens 500.000 Menschen aufnehmen kann, man wusste, dass annähernd 1.000.000 Menschen kommen würde (tatsächlich kamen sogar 1.400.000). So gesehen war es allzu sehr leichtsinnig, die Veranstaltung überhaupt stattfinden zu lassen.
gisu 25.07.2010
5. Schuld haben
Schuld haben die Organisatoren, von deren Seite wurden ehr die Befürchtungen laut das eventuell zu wenig Menschen erscheinen würden, da hat man Zweifel am Gelände und den eingeschränkten Möglichkeiten außer acht gelassen. Wer mit solchen Menschenmassen plant, der muss auch verstärkt auf die Sicherheit achten, und beim kleinsten Zweifel entweder umplanen oder die Sache ganz abblasen. Mein Beileid an die Opfer und deren Angehörigen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.