Debatte um Finanzen der Kirche Bischof spricht von "deutlichem Spendenrückgang"

Der Skandal um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und die nachfolgende Debatte um die Finanzen der Kirche senkt offenbar die Spendenbereitschaft der Menschen. Der Essener Bischof Overbeck äußert Verständnis.

Bischof Franz-Josef Overbeck: "Schwierige Wochen"
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Bischof Franz-Josef Overbeck: "Schwierige Wochen"


Essen - Die Debatten um die Finanzen der katholischen Kirche haben nach Angaben des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck zu einem Rückgang der Spenden bei den kirchlichen Hilfswerken geführt. "Wir haben in den schwierigen Wochen, die hinter uns liegen, den Spendenrückgang sehr deutlich gemerkt", sagte Overbeck dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Der Ruhrbischof ist für das katholische Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat zuständig. Er zeigte Verständnis für die "ausgesprochene Sensibilität der Menschen" in der Frage des Umgangs mit Geld. "Zu Recht reagieren sie mit Unverständnis und Empörung, wenn sie den Eindruck bekommen, unser Verhalten passt nicht zu unserer Grundbotschaft oder gerät in unauflösbare Spannung dazu." Es liege an der Kirche selbst, ihr Vermögen so verantwortungsvoll wie möglich zu verwalten und das auch offenzulegen.

Der Skandal um den luxuriösen neuen Bischofssitz von Franz-Peter Tebartz-van Elst in Limburg hatte die Zahl der Kirchenaustritte in die Höhe getrieben. Auch die evangelische Kirche ist von dieser Entwicklung betroffen.

bim/dpa

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