Demokratische Republik Kongo Mindestens 20 Tote bei Minenunglück

Bei einem Minenunglück im Süden der Demokratischen Republik Kongo sind der Nachrichtenagentur AFP zufolge mindestens 20 Menschen gestorben. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen.

Minenarbeiter in der Kivu-Region, Kongo (Archivbild)
AFP

Minenarbeiter in der Kivu-Region, Kongo (Archivbild)


Bei einem Minenunglück in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zu Sonntag in einer Goldmine im Osten des Landes in der Region Süd-Kivu, sagte der Bergbauminister der Region, Apollinaire Bulindi. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen werde. Ein Ermittlerteam sei auf dem Weg dorthin.

Nach Angaben von lokalen Behördenvertreter seien bei dem nächtlichen Erdrutsch möglicherweise bis zu 40 Arbeiter verschüttet worden. In dem Betrieb sollen auch Arbeiter illegal beschäftigt gewesen sein. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Die Demokratische Republik Kongo zählt zwar zu den Weltmarktführern bei Rohstoffen wie Kobalt, ist zugleich aber eines der am wenigsten entwickelten Länder. Kobalt wird für die Produktion von modernen Lithium-Ionen-Batterien für Smartphones und Laptops benötigt.

In dem zentralafrikanischen Land werden Minen häufig ohne professionelle Sicherheitsstandards betrieben. Des Öfteren kommt es dort zu Felsschlägen oder Erdrutschen. Zudem arbeiten in den Kobaltminen des Landes einem Bericht von Amnesty International zufolge Tausende Minderjährige, manche von ihnen nur sieben Jahre alt.

fdi/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.