Kim Jong Un und Dennis Rodman: Geliebter Führer

Dennis Rodman und Kim Jong Un: Ziemlich beste Freunde Fotos
DPA/ KCNA

"Ein bisschen Basketball-Diplomatie" will Ex-NBA-Star Dennis Rodman in Nordkorea betreiben. Tatsächlich hat es die schrille Sportlegende bis zu Staatschef Kim Jong Un geschafft. Spektakuläre Fotos legen nun nahe: Es ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Pjöngjang - Mein Kumpel, der Diktator: Auf seiner überraschend anberaumten Reise nach Nordkorea hat es der 51-jährige Ex-Basketballstar Dennis Rodman nicht nur fertiggebracht, bis zum obersten Führer des abgeschotteten Reiches vorgelassen zu werden - offenbar gewann er dabei auch das Herz des Machthabers. Das jedenfalls legen spektakuläre Fotos dieses Treffens nahe.

"Du hast einen Freund fürs Leben", schwor Rodman dem Nordkoreaner am Donnerstag in Pjöngjang, nachdem sich die beiden gemeinsam ein Basketballspiel angesehen hatten. Sie hätten sich gut unterhalten, sagte ein Sprecher anschließend. Man habe auch auf Englisch miteinander geplaudert, Kim habe aber hauptsächlich Koreanisch gesprochen und einen Dolmetscher eingesetzt.

Fotos zeigen die beiden Männer entspannt nebeneinander auf der Tribüne; Kim lacht ausgelassen, Rodman klatscht grinsend in die Hände. Auf einem anderen Foto sieht man die beiden in inniger Umarmung.

Auch das Spiel sollte wohl ein Ausdruck ihrer neuen Freundschaft sein: Je zwei US-Sportler mischten sich in die beiden aus Nordkoreanern bestehenden Teams. Die Begegnung endete 110:110 unentschieden, später gab es für die beiden Männer noch Sushi und Kaltgetränke in Kims Palast.

Der fünfmalige NBA-Sieger Rodman war am Dienstag zusammen mit Mitgliedern der Showmannschaft Harlem Globetrotters und einem Fernsehteam in Pjöngjang eingetroffen. Das Medienunternehmen VICE erklärte, man werde Material für eine neue TV-Show drehen, die im April auf dem Pay-TV-Sender HBO anlaufen solle.

Dass Nordkorea erst vor kurzem mit einem weiteren Atomtest die Weltgemeinschaft gegen sich aufbrachte und den USA immer wieder offen droht - für Rodman ist das kein Problem. "Ich bin kein Politiker. Kim Jong Un und die nordkoreanischen Menschen sind Basketballfans. Ich liebe alle. Ende der Geschichte", ließ er via Twitter wissen.

rls/dpa/AP

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