Ägypten: Mehrere Deutsche sterben bei Busunfall

Bei einem Verkehrsunfall in Ägypten sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten sind mindestens vier deutsche Mitarbeiter der Fluggesellschaft TUIfly sowie drei Ägypter. In der Nähe des Badeortes Hurghada waren zwei Kleinbusse zusammengestoßen.

Busunglück bei Hurghada: Überhöhte Geschwindigkeit soll Ursache gewesen sein Zur Großansicht
DPA

Busunglück bei Hurghada: Überhöhte Geschwindigkeit soll Ursache gewesen sein

Kairo - Bei einem Busunfall am Roten Meer sind mindestens vier Deutsche sowie drei Ägypter ums Leben gekommen. Zwei Minibusse waren zusammengestoßen. Die deutschen Opfer seien Mitarbeiter einer Fluggesellschaft, verlautete aus ägyptischen Polizeikreisen. Sie seien am frühen Morgen auf dem Weg zum Flughafen von Hurghada gewesen. Ein weiteres deutsches Crewmitglied sei verletzt worden.

Der Reisekonzern TUI teilte mit, es handele sich um Mitarbeiter der Fluggesellschaft TUIfly. Das Unternehmen sprach von vier toten und zwei verletzten Deutschen. Neben den sechs Crewmitgliedern seien in dem Bus der Fahrer sowie ein Ägypter gewesen, der die Crew zum Flughafen begleiten sollte. Auch er sei bei dem Unglück ums Leben gekommen. Nach dem Unfall hatte es zunächst geheißen, die toten Deutschen seien Touristen gewesen.

"Wir sind fassungslos und schockiert. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Verstorbenen", erklärte Dieter Nirschl, Vorsitzender der Geschäftsführung von TUIfly.

Das Auswärtige Amt bestätigte, dass es bei einem Unfall an der ägyptischen Küste einen Unfall gegeben habe, bei dem mehrere Deutsche getötet und weitere verletzt worden seien. Der deutsche Botschafter in Kairo sei auf dem Weg zum Unfallort, sagte ein Sprecher. Bundesaußenminister Guido Westerwelle empfinde tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen, hieß es.

Der Unfall ereignete sich den Behörden zufolge an der Zufahrt zu einer Urlaubssiedlung bei Kilometer 38 an der Straße zwischen Hurghada und dem südlicheren Safaga. Grund für den Unfall war den Angaben zufolge überhöhte Geschwindigkeit.

Ägyptens Straßen gehören zu den gefährlichsten der Welt. Aufgrund von schlechten Straßenverhältnissen und fahrlässigem Verhalten kommt es häufig zu tödlichen Verkehrsunfällen.

Vor zwei Wochen waren in der Provinz Assiut beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug 47 Schulkinder gestorben. Zu dem Unfall war es gekommen, weil der Wärter des Bahnübergangs eingeschlafen war. Sowohl Verkehrsminister Raschad al-Metini als auch der Chef der Eisenbahnbehörde traten wegen des Vorfalls zurück.

siu/AFP/dpa/dapd

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
Twitter | RSS
alles zum Thema Ägypten
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Zur Startseite