Spanien: Deutscher stirbt bei Waldbrand an der Costa del Sol

Bei den Waldbränden im Süden Spaniens ist ein Deutscher ums Leben gekommen. Der 54-jährige Mann wurde in einer Scheune nahe dem Badeort Marbella gefunden. Die bis zu 15 Meter hohen Flammen zerstörten zahlreiche Häuser.

Waldbrand nahe Marbella: Mehr als 300 Feuerwehrleute und Freiwillige im EinsatzZur Großansicht
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Waldbrand nahe Marbella: Mehr als 300 Feuerwehrleute und Freiwillige im Einsatz

Málaga - Bei den Waldbränden an der südspanischen Costa del Sol ist ein Deutscher ums Leben gekommen. Das Todesopfer ist ein 54-jähriger Mann, wie die spanische Presseagentur Europa Press unter Berufung auf die Regierung der Provinz Málaga berichtete. Die Leiche des Brandopfers war am Freitag in einer Scheune unweit des Badeortes Marbella gefunden worden. Der Tote sei zur Identifizierung in das gerichtsmedizinische Institut von Málaga übergeführt worden.

Am Samstag waren die Brände nach ersten Löscherfolgen örtlich wieder aufgeflackert. An einigen Stellen gelang es der Feuerwehr in der Nacht zum Samstag, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Das teilte der Umweltbeauftragte der Regierung der Region Andalusien, Luis Planas, mit. Die Behörden gehen von Brandstiftung aus.

Mehr als 300 Feuerwehrleute und Freiwillige waren am Samstag weiter im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Soldaten wurden wieder abgezogen, nachdem die Behörden die Alarmstufe im betroffenen Gebiet senkten. Schwer zugängliches Gelände behindert die Löscharbeiten. An mehreren Stellen können nur Flugzeuge und Hubschrauber eingesetzt werden.

153.000 Hektar Wald zerstört

Der Brand war am Donnerstag bei Coín im Sierra-Negra-Gebirge ausgebrochen und hatte sich wegen des starken Windes und der hohen Temperaturen blitzschnell ausgebreitet. Nach vorläufigen Schätzungen hat das Feuer eine Fläche von mindestens tausend Hektar zerstört. Die Zeitung "La Opinión de Málaga" zitierte sogar Quellen, die von bis zu 5000 Hektar sprachen. Die verbrannte Waldfläche liegt in einem ökologisch wertvollen Gebiet.

Die bis zu 15 Meter hohen Flammen zerstörten auch eine bisher unbekannte Zahl von Häusern. In den vornehmen Außenbezirken des Badeortes Marbella brannten mehrere Villen. Fünf Menschen wurden mit Verbrennungen oder Rauchvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Unter ihnen war eine Mutter mit zwei Kindern, die in eine Höhle geflüchtet waren.

Seit Jahresbeginn zerstörten die Brände in Spanien nach Angaben des Agrarministeriums etwa 153.000 Hektar Wald. Das ist dreimal so viel wie im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

cte/dpa

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