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Dienstbeflissen: Post wollte Hitler Karte im Bundestag zustellen

Gnadenlos korrekt: Die Deutsche Post fahndet auch 60 Jahre nach dem Tod Adolf Hitlers nach dessen derzeitigem Aufenthaltsort. Im Bundestag wurde am Mittwoch eine in England abgeschickte Postkarte zugestellt.

Reichstag: Schlechter Scherz mit Hitler-Postkarte
REUTERS

Reichstag: Schlechter Scherz mit Hitler-Postkarte

Berlin - "To Führer Adolf Hitler, Reichstag, German Parliament, Berlin, Germany" hatte der Absender handschriftlich auf der Karte vermerkt. Sie wurde von der Post mit der Bemerkung zugestellt: "Sendung nachadressiert wegen unkorrekter Anschrift. Bitte Absender verständigen. Deutsche Post". Als korrekte Anschrift vermerkte die Post: "Deutscher Bundestag, 11011 Berlin".

Während man die Postkarte in der Pressestelle des Bundestags für einen schlechten Scherz hält, sieht die Post den Vorfall eher als Beweis für gute Arbeit. Die Post habe nicht das Recht, Sendungen einfach aus dem Verkehr zu ziehen, nur weil der Empfänger bereits verstorben sei, sagte ein Sprecher SPIEGEL ONLINE. Solange die Adresse noch existiere, würden Briefe und Pakete zugestellt - was danach damit passiere, gehe die Post nichts an.

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