Tödlicher Alligator-Angriff Disney World wusste offenbar schon länger von massivem Problem

In einer Disney-Ferienanlage in Florida tötete ein Alligator im Sommer 2016 einen Jungen. Nun teilten die Behörden mit: Die Gefahr war dem Konzern bekannt - zuvor waren dort bereits Dutzende dieser Tiere gefangen worden.

Alligator in Florida (Symbolbild)
AFP

Alligator in Florida (Symbolbild)


Der US-Unterhaltungskonzern Disney hat Behörden zufolge lange vor dem tödlichen Alligator-Angriff auf einen zweijährigen Jungen in Florida von einem massiven Problem mit den Reptilien gewusst. In den 15 Monaten vor dem tragischen Vorfall Mitte Juni 2016 seien auf dem Gelände von Disney World 45 Alligatoren gefangen worden, teilten die zuständigen Behörden des Bundesstaats mit.

Seit dem Angriff bis zum September 2017 seien auf dem riesigen Areal noch einmal 95 Alligatoren gefangen worden, teilte die Behörde für den Erhalt von Fauna und Flora in Florida unter Verweis auf die jüngsten Zahlen mit.

Ein gut zwei Meter großer Alligator hatte in einem künstlichen See an einer Hotelanlage des Parks nach dem Zweijährigen geschnappt und ihn unter Wasser gezogen. Der spielende Junge stand laut Polizei etwa 30 Zentimeter tief im Wasser, als der Alligator plötzlich auftauchte und zuschnappte. Vergeblich versuchte der Vater noch, seinen Sohn zu retten. Einen Tag später wurde die Leiche des Jungen gefunden.

Disney-Ferienanlage in Florida (Archiv)
AFP

Disney-Ferienanlage in Florida (Archiv)

An dem See war zwar ein "Schwimmen verboten"-Schild angebracht, jedoch gab es keine Warnung vor Alligatoren. Seit dem Vorfall weisen Warnschilder auf die mögliche Gefahr durch Alligatoren und Schlangen hin. Für das getötete Kind wurde ein Denkmal aufgestellt.

In den Siebzigerjahren galten Alligatoren in Florida noch als bedrohte Art, mittlerweile gibt es dort wieder 1,3 Millionen Exemplare.

wit/AFP



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