DLRG-Zwischenbilanz Deutlich mehr Menschen als im Vorjahr bei Badeunfällen ertrunken

280 Menschen sind seit Januar bei Badeunfällen gestorben. Häufige Gründe sind Leichtsinn, hohe Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung.

Rettungsübung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG)
DPA

Rettungsübung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG)


In Deutschland sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 280 Menschen ertrunken. Zu den Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) kam ein Schwimmer in Schleswig-Holstein hinzu, der diese Woche gestorben ist.

Das waren fast 40 mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte.

Ein Grund für den Anstieg sei das anhaltende schöne Wetter. Im vergangenen Jahr habe es durch den kühlen Sommer vergleichsweise geringe Ertrinkungszahlen gegeben, sagte DLRG-Sprecher Achim Wiese.

Die meisten Menschen seien an ungesicherten Badestellen im Binnenland ertrunken. Mit 250 Todesfällen machten die Unfälle dort fast 90 Prozent der Gesamtzahl aus.

Deutlich abgenommen hat nach Angaben der DLRG die Zahl der tödlichen Unfälle an den Küsten. Im Berichtszeitraum ertranken hier acht Menschen, im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 25.

Häufig ereigneten sich Badeunfälle wegen Leichtsinn, einer hohen Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung, sagte Wiese. Aber auch Eltern, die sich in Wassernähe mehr mit ihrem Handy beschäftigen als auf ihre Kinder zu achten, bereiteten der DLRG Sorgen.

Da sich die meisten tödlichen Unfälle an unbewachten Badestellen ereigneten, fordert die DLRG Länder, Kommunen und Badbetreiber auf, für mehr Sicherheit zu sorgen. Ein Badeverbotsschild aufzustellen reiche nicht aus, sagte Wiese.

Die meisten Menschen, nämlich 45, ertranken in den ersten sieben Monaten des Jahres in Bayern.

bbr/dpa

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