Fliegerbombe in Dresden "Die Lage ist schwierig" - Luftraum gesperrt

Nach der teilweisen Explosion einer Fliegerbombe dürfen in Dresden derzeit keine Flugzeuge starten oder landen. Die Polizei spricht von einer gefährlichen Situation. Jetzt wird ein Löschroboter eingesetzt.


Die Deutsche Flugsicherung hat entschieden, den Luftraum über Dresden bis auf Weiteres zu sperren. Sie reagiert damit auf die teilweise Detonation einer Fliegerbombe in der Innenstadt. Vorerst finden keine Starts und Landungen statt. Bereits am Mittwoch war der Flugverkehr wegen der Bombe deutlich eingeschränkt.

Zuvor war es bei der Entschärfung einer Fünf-Zentner-Bombe zu einem Zwischenfall gekommen: Sie sei teildetoniert, sagte ein Sprecher der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Auf Luftbildern waren laut Polizei keine größeren Schäden zu sehen.

Es bestehe akute Explosionsgefahr, teilte die Polizei mit. "Im Moment ist die Gefahr recht hoch und eine Einschätzung der Lage nicht möglich", hieß es. Noch sei unklar, wie die Experten weiter verfahren. "Die Lage ist schwierig und unsere Spezialisten können erst zur Stelle, wenn es nicht mehr brennt und der Bereich abgekühlt ist."

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Bombenentschärfung in Dresden: Schwierig und gefährlich

Dazu wird nun ein Löschroboter eingesetzt. Ohne diese "Offensive" würde das Abkühlen der Bombe Tage dauern, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem Roboter soll ein gepanzerter Bagger den Sprengkörper freilegen. Erst dann könne der Kampfmittelräumdienst den Blindgänger untersuchen.

Ziel sei es, die Räumung noch am Donnerstag abzuschließen, sagte der Sprecher. Allerdings sei nicht absehbar, wie lange die Bergung noch dauere. Bis dahin sollen laut Polizei alle Sicherheitsvorkehrungen aufrecht erhalten werden.

Der Blindgänger war am Dienstag auf einer Baustelle entdeckt worden. Rund 8700 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Das betroffene Gebiet liegt unweit des Hauptbahnhofs.

Schon vorher hatte sich die Entschärfung als schwierig erwiesen: Ein erster Versuch musste abgebrochen werden, beim zweiten Versuch hatte die Polizei bereits von einer Fünfzig-fünfzig-Möglichkeit gesprochen, dass die Entschärfung nicht reibungslos gelinge.

Im Video: Atombombe im Vorgarten

ZDF Enterprises

jpz/dpa/AFP

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