Dresden Entschärfung von Fliegerbombe fehlgeschlagen

In Dresden ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Sprengsatz soll vor Ort entschärft werden - doch der erste Versuch musste abgebrochen werden.

Polizeiabsperrung in Dresden
DPA

Polizeiabsperrung in Dresden


Die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Dresden ist im ersten Anlauf fehlgeschlagen. Die Arbeiten mussten laut Polizei unterbrochen werden, nachdem der mechanische Zünder freigelegt worden war. Nach Einschätzung der Experten sei die Explosionsgefahr höher als erwartet. Über das weitere Vorgehen sollte nach einer Beratung entschieden werden.

Die 250 Kilogramm schwere Bombe englischer Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstag bei Bauarbeiten entdeckt worden. Polizei und Feuerwehr evakuierten über Nacht in einem Umkreis von 400 Metern den gefährdeten Bereich rund um den Fundort in der Löbtauer Straße westlich der Innenstadt.

Betroffen waren etwa 8700 Menschen aus den Vierteln Friedrichstadt, Löbtau und Altstadt. Im Laufe des Tages soll der 250 Kilogramm schwere Sprengkörper vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden. Die Anwohner des Sicherheitsbereichs wurden aufgefordert, außerhalb der Absperrung zu bleiben. Wann die Sperrungen aufgehoben werden können, war nicht absehbar.

Es soll sich um eine Fliegerbombe englischer Bauart handeln. Sie sei mit einem Zünder ausgestattet und müsse deshalb am Ort entschärft werden, hieß es zunächst. Nach dem gescheiterten ersten Versuch blieb offen, ob eine Entschärfung vor Ort weiterhin möglich ist oder auch eine gezielte Sprengung des Blindgängers in Erwägung gezogen werden muss.

Ursprünglich sollte die Evakuierung laut Polizei um fünf Uhr morgens abgeschlossen sein, sie zog sich aber hin. Von der Absperrung betroffen sind unter anderem Geschäfte und Betriebe, eine Berufsschule sowie eine Kindertagesstätte. Ebenfalls im Evakuierungsbereich liegt ein Seniorenheim mit mehr als 230 Bewohnern.

Für die betroffenen Anwohner wurden Notunterkünfte in der Messe Dresden eingerichtet.



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