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Drogenkrieg in Mexiko: "Vielleicht liegt bald dein totes Kind vor der Tür"

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Tausende Tote jedes Jahr, der Drogenkrieg hat Mexiko fest im Griff. Die deutsche Autorin Jeanette Erazo Heufelder hat Orte bereist, die an den Schmuggelrouten der Kartelle liegen. Im Interview berichtet sie von Menschen, die in permanenter Angst vor den brutalen Banden leben.

Mexikos Hinterland: Im Reich der Drogenschmuggler Fotos
REUTERS

53 Menschen sterben bei einem Brandanschlag auf ein Casino, Kartelle rüsten sich mit selbstgebauten Panzern, Polizisten entdecken 35 Leichen auf einem Lastwagen - die Gewalt in Mexiko eskaliert, täglich gibt es neue Meldungen über Tote und Verletzte in dem mittelamerikanischen Land. Seit Präsident Felipe Calderón den Drogenkartellen den Krieg erklärt hat, kämpfen Militär und Bundespolizei gegen die mächtigen Drogenbanden - und die Drogenbanden bekämpfen sich untereinander.

Hinter den schrecklichen Nachrichten verschwindet das Schicksal der Menschen, die in dieser Gesellschaft leben und ihren Alltag bestreiten. Und vor allem das Schicksal der Menschen, die fernab der großen Städte wohnen, im Hinterland, wo die Banden ihre Drogen auf einsamen Landstraßen Richtung USA transportieren.

Die Autorin Jeanette Erazo Heufelder hat die Menschen besucht und ihre Eindrücke in einem Buch beschrieben. Fünf Wochen war sie unterwegs: Von Culiacan an der Westküste, wo das Sinaloa-Kartell des berüchtigten Joaquín Guzmán herrscht, führte die Route fernab der großen Bundesstraßen bis nach Ciudad Juárez, der umkämpften Stadt an der texanischen Grenze.

Heufelder bereitete die Recherche mit zwei Reisen im vergangenen Jahr vor, sie arbeitete mit Menschenrechtsorganisationen, Anwälten und Kirchenvertretern zusammen. Ihr Mann ist der Filmemacher Sylvio Heufelder, doch zusammen wollten sie diesmal nicht reisen - so konnte sich die Autorin unauffälliger im Land bewegen.

Heufelder sagt, sie sei so vorsichtig wie möglich gewesen. Sie habe sich stets auf Ortskundige verlassen, die gelernt haben, wann sie welche Straßen betreten dürften und wann sie lieber zu Hause bleiben sollten. Am letzten Tag ihrer Reise hat es sie dennoch erwischt: An einer einsamen Bushaltestelle wurde sie von einem Mann überfallen und ausgeraubt.

Das erfährt der Leser allerdings erst ganz am Ende der Lektüre - das Buch ist nicht auf reißerische Berichte ausgelegt. Im Interview spricht die Autorin über ihre Erfahrungen in dem vom Drogenkrieg erschütterten Land.

SPIEGEL ONLINE: Frau Heufelder, in Ihrem Buch beschreiben Sie kleine Orte wie Benito Juarez oder Villa Ahumada, die entlang der Schmuggelrouten der Drogenmafia liegen. Verbrechen bleiben dort fast schon grundsätzlich unaufgeklärt. Was macht die Polizei?

Heufelder: Die hütet sich, den Sachen auf den Grund zu gehen. Weil die Polizisten wissen: Sie könnten die nächsten Opfer sein. Und nicht nur sie, sondern auch ihre Familien. Vielleicht liegt bald dein totes Kind vor der Tür. Es ist die Strategie der Kartelle, die Menschen so zu verunsichern, dass die Polizei gewarnt ist, ihre Ermittlungen höchstens simuliert oder gar selbst den Ort verlässt.

SPIEGEL ONLINE: Wie werden die ausbleibenden Ermittlungen gerechtfertigt?

Heufelder: Wenn ein junger Mann verschwindet, heißt es häufig: Der ist ein Narco, ein Dealer. Er hatte mit Drogengeschäften zu tun, sein Verschwinden ist nicht überraschend. Und dann gibt es keinen Grund, weiter zu ermitteln. Viele Morde fallen in diese Kategorie und gehören da möglicherweise gar nicht hin. Der Drogenkrieg überdeckt alles.

SPIEGEL ONLINE: Haben die Menschen noch das Gefühl, die Polizei könne sie schützen?

Heufelder: Die Leute haben mir gesagt: Polizisten sind die letzten, zu denen wir gehen würden. Teilweise fangen die Eltern von verschwunden Kindern lieber selbst an nachzuforschen. Die Bürger haben mittlerweile das Gefühl, die Polizei sei Teil des Problems.

SPIEGEL ONLINE: Wie kann das sein?

Heufelder: Für das organisierte Verbrechen ist die Bundespolizei zuständig. Wenn man diese Elitepolizisten sieht, ähneln sie vom äußeren her den Drogenbanden. Sie sind maskiert, tragen Camouflage, fahren Autos ohne Kennzeichen, um sich zu schützen. Das dient aber nicht dazu, Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen. Zudem nehmen sie bei Razzien kaum Rücksicht auf die Menschen. Häuser werden leergeräumt, zerstört, niemand hält sich an Regeln.

SPIEGEL ONLINE: Sie schreiben, auf dem Land werde die Regierung eher als Gegner gesehen als die Kartelle.

Heufelder: Die Leute versuchen, sich mit der Drogenmafia irgendwie zu arrangieren. Sie habe auch keine andere Wahl. Die Devise ist: friss oder stirb. Ein Politiker aus der Landeshauptstadt taucht in ihrem Dorf nie auf. Er wohnt in bewachten Gebieten und lebt in der Welt der politischen Beschlüsse. Sie selbst hingegen leben in der brutalen Wirklichkeit. Das ist die Perspektive der Bevölkerung.

SPIEGEL ONLINE: Es herrscht ein Klima der Angst?

Heufelder: Die Menschen gehen den Narcos so gut es geht aus dem Weg. Wenn ein dickes Auto auftaucht, machen die anderen Wagen Platz. An den Ampeln wird nicht gehupt, weil man nie weiß, wer am Steuer des Wagens vor einem sitzt. Die Präsenz der Dealer, ihre Stärke, ist beängstigend für die normale Bevölkerung.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben Ihre Reise in Culiacan im Bundesstaat Sinaloa begonnen, dem Herrschaftssitz des wohl mächtigsten Drogenbosses Joaquín "el Chapo" Guzmán. Dort werden die Verbrechen sogar in Liedern besungen.

Heufelder: Die sogenannten Narcocorridos sind die Sprache des Kartells von Sinaloa. Die Bosse heuern Sänger an, um ihre Geschichten zu erzählen. Die Lieder sind offiziell verboten, aber dennoch allgegenwärtig in Culiacan - gewaltverherrlichende Texte, die detailliert beschreiben, wie Leute geköpft werden, wie das Blut spritzt. Doch das wird als gerechte Gewalt beschrieben. So werden Meuchelmörder zu Helden.

SPIEGEL ONLINE: Eine Art moderner Hofgesang...

Heufelder: ...und die Bevölkerung saugt diese Gerüchte auf. In den Dörfern des Nordwestens glaubt man teilweise eher den Narco-Nachrichten als der offiziellen Information der Regierung.

SPIEGEL ONLINE: Welche Strategien hat die Bevölkerung entwickelt, um zu überleben?

Heufelder: Die Menschen sind mit einer inneren Landkarte unterwegs. Sie wissen, wann, wo und wie sie sich bewegen dürfen. Oft entscheidet die Tagesatmosphäre über Leben und Tod. Heute kann ein Ort eine friedliche Ausstrahlung haben, doch schon morgen kann die Stimmung völlig anders sein - vielleicht nur, weil ein bestimmtes Gerücht die Runde macht. Wenn man mit einem falschen Autokennzeichen in einen bestimmten Ort fährt, kann das ein Todesurteil sein.

SPIEGEL ONLINE: Weil dort das Kartell aus dem anderen Bundesstaat gerade das Sagen hat?

Heufelder: Genau. Jeder schützt sich, soweit es geht. Niemand gibt Fremden seine Daten preis. Keine Telefonnummern, keine Adressen, nichts. Die Menschen achten auf die Botschaften und Warnungen der Kartelle. Die werden oft ganz plump verbreitet, zum Beispiel mit Tüchern, die von Brücken hängen.

SPIEGEL ONLINE: Die Geschäftsbedingungen der Drogenbosse bestimmen den Alltag?

Heufelder: In Benito Juarez zum Beispiel darf niemand nach 20 Uhr auf die Straße. Das ist ungeschriebenes Gesetz, weil dann die Drogenkonvois rollen. Aber dort gibt es zwei Lokale, in denen auch ein Puff betrieben wird. Niemand weiß, wem die Häuser gehören, vermutlich irgendeinem Narco. Dorthin dürfen die Menschen gehen, aber ansonsten ist das Leben in der Gemeinschaft tot.

SPIEGEL ONLINE: Wie lebt es sich, wenn der einzige Sinn des Lebens darin besteht, zu überleben?

Heufelder: Ja, es ist mir ein Rätsel wie Familien mit Kindern es dort aushalten können. Präsident Calderón sagt, seine Offensive sei ein Erfolg. Die Bevölkerung sagt hingegen, sie sehe kein Ende der Gewalt. Die Menschen fühlen sich wie im Bürgerkrieg. Sie sind alleine gelassen, traumatisiert, abgestumpft. Sie leben vor sich hin auf einem Friedhof unaufgeklärter Mordfälle und haben das Vertrauen in den Staat verloren.

SPIEGEL ONLINE: Ist die Lage hoffnungslos?

Heufelder: Nein. Man spürt, in der Gesellschaft tut sich etwas. Ich glaube, die Menschen können einfach nicht mehr lange so weiter leben, sie stehen hart an der Grenze des Erträglichen. Es gibt Straßenproteste - wenn auch sehr kleine, wegen der Angst. Und es gibt Menschen, die laufen nicht weg, die trauen sich, einen gesellschaftlichen Beitrag zu liefern, die Regierung zu kritisieren und die gesellschaftlichen Zustände. Das hat mich unheimlich beeindruckt.

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1. LEGALISIEREN = Kartelle Entmachten
ENDofIDEOLOGY 03.10.2011
Die einzige Lösung ist eine Legalisierung. Die Illegalität dient ausschließlich den kriminellen Strukturen und denen, die diese "bekämpfen". http://hanfverband.de/index.php/nachrichten/blog/1386-video-dr-rainer-ullmann-warum-das-drogenverbot-ungesund-ist http://www.youtube.com/watch?v=SP0ezvZhGT4
2. Alternative?
Soyb 03.10.2011
"SPIEGEL ONLINE: Ist die Lage hoffnungslos? Heufelder: Nein. Man spürt, in der Gesellschaft tut sich etwas. Ich glaube, die Menschen können einfach nicht mehr lange so weiter leben, sie stehen hart an der Grenze des Erträglichen. Es gibt Straßenproteste - wenn auch sehr kleine, wegen der Angst. Und es gibt Menschen, die laufen nicht weg, die trauen sich, einen gesellschaftlichen Beitrag zu liefern, die Regierung zu kritisieren und die gesellschaftlichen Zustände. Das hat mich unheimlich beeindruckt." Mich würde interessieren inwiefern die Leute dort die Regierung kritisieren, und wogegen die protestieren. Was sind die Forderungen? Legalisieren, Ignorieren oder doch lieber noch härter durchgreifen?
3. Daß...
tutmosis 03.10.2011
Zitat von sysopTausende Tote jedes Jahr, der Drogenkrieg*hat Mexiko fest im Griff. Die deutsche Autorin Jeanette Erazo Heufelder*hat*Orte bereist, die an den Schmuggelrouten der Kartelle liegen. Im Interview berichtet sie von Menschen,*die in permanenter Angst vor den brutalen Banden*leben. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,788812,00.html
...sich etwas tut, wie der letzte Absatz andeutet, kann man nur hoffen. Erschreckend, was Mexiko derzeit durchleidet. Aber wie groß ist unser Interesse wirklich? Das würde doch durch Genauigkeit im Artikel indiziert. So heißt es eingangs des Artikels: 'Polizisten entdecken 35 Leichen auf einem Lastwagen'. Tatsächlich hat eine Narco-Bande die 35 Toten unter den Augen der einkaufenden Bevölkerung von zwei Pickups teilweise abgeladen. Am Kreisel an der Plaza de las Americas in Boca del Rio. Ganz klar eine Machtdemonstration, nur Kilometer entfernt von der bedeutendsten Hafenstadt des Landes, Veracruz. Dort habe ich mich bisher immer sicher gefühlt. Aber vielleicht eben auch nur gefühlt. Vom Hafen aus ist der Tat/Abladeort eigentlich nur mit dem Taxi innerhalb der Freiwache erreichbar. Aber wenn man in Veracruz vom Hafen aus Richtung Süden am Meer entlanggeht, dann ist das schon der Boulevard Manuel Avila Camacho. Und der mündet dann in den Leichenkreisel... Mir erscheint es, als käme mir selbst die Gefahr eher näher. Mir kommt es deswegen so vor, als geriete in Mexiko immer mehr außer Kontrolle. Die Einschätzung Ihrer Expertin halte ich daher für optimistisch.
4. Alles Bs
Agentsnake 03.10.2011
so ein quark als wenn das Militaer es nicht in den Griff bekommen koennte sicher koennen die Sie wollen es nicht genau so wenig wie die USA sagen es waer ein problem die Grenze sicher zu machen ...... alles Bullshit hier gehts nur um Cash. Wenn man woellte waern die paar hundert Kartelle ruck zuck aus gerottet
5. drogenkrieg in mexico
fschille 03.10.2011
grundsätzlich sollte man sich die frage stellen: 1. warum aufeinmal dieser krieg? die antwort kennt nur calderon, der präsident. 2.woher haben die narcos ihre sper bewaffnung? aus den usa, weil dort wird ohne probleme verkauft, und dann nach mexico gebracht. 3. wer ist der abnehmer der drogenß die usa, denn mexico nimmt minimal ab, der grossteil geht in die usa. resultat: calderon will den usa helfen, im drogenkrieg, die usa lässt zu das die waffen problemlos nach mexico kommen, und in ihrem eigenem land bekommen die usa das drogenproblem nicht im griff. fazit: dies ist ein stellvertreter krieg, und ich hoffe nur das mit einem neuem präsident, nächstes jahr, dieses thema sich erledigt, ( früher war das, ich tue dir nichts, du tust mir nichts),denn der neue präsident wird garantiert nicht so etwas wiederholen wie calderon. eine frage beschäftigt mich, was wird calderon nach der präsidentschaft machen, oder sein? da kursieren mehrere antworten in mexico. zum abschluss, ich komme gerade wieder zurück aus mexico, nach 6 wochen dort, ja man muss sich vorsichtig verhalten, aber in detroit kann ich nachts auch nicht so ohne weiteres in downtown rumlaufen. und alleine auf einer verlassenen bushalte stelle zu sein, hört sich an wie in der nacht in der münchner u-bahn mit ihren folgen!!!! dies zur panikmache
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Buchtipp

Zur Person
  • Jeanette Erazo Heufelder
    Jeanette Erazo Heufelder, 1964 als Tochter eines Ecuadorianers und einer Deutschen geboren, ist Ethnologin und Autorin mit dem Themenschwerpunkt Lateinamerika. Sie war jahrelang als Autorin von Dokumentarfilmen tätig und hat als Kulturbeauftragte für die ecuadorianische Botschaft gearbeitet. Jeanette Erazo Heufelder lebt mit ihrem Mann in Potsdam.
Mexikos Kartelle
Sinaloa-Kartell
Das Sinaloa-Kartell ist eine der mächtigsten Organisationen in Mexiko und Lateinamerika. Sie kämpft erbittert gegen das Juárez-Kartell, um die Kontrolle über die Grenzstadt Ciudad Juárez zu den USA zu übernehmen. Legendäre Führungsfigur ist Joaquín Guzmán, genannt "El Chapo", dem 2001 die Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis gelang und der es vergangenes Jahr mit seinem Milliardenvermögen auf Platz 41 der 67 "mächtigsten Menschen der Welt" des US-Magazins "Forbes" schaffte. Nachdem er 13 Jahre im Untergrund lebte, konnte "El Chapo" im Februar 2014 von der mexikanischen Polizei geschnappt werden.
Golf-Kartell
Das berüchtigte Golf-Kartell aus dem Bundesstaat Tamaulipas war einst die mächtigste kriminelle Organisation Mexikos, ist nun durch die Abspaltung der Zeta-Bande geschwächt. Außerdem wurden zahlreiche Mitglieder festgenommen.
Los Zetas
Los Zetas ist eine der mächtigsten und brutalsten Organisationen. Sie ist an der mexikanischen Golfküste aktiv und soll für viele Hunderte Tote verantwortlich sein. Sie besteht aus ehemaligen Drogenbekämpfern der Polizei und des Militärs, die zunächst zum Golf-Kartell überliefen und dann ihr eigenes Kartell gründeten. Sie befinden sich in einem blutigen Machtkampf gegen das Golf- und Sinaloa-Kartell und La Familia.
Juárez-Kartell
Das Juárez-Kartell aus der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat Chihuahua firmiert auch unter dem Namen "Allianz des goldenen Dreiecks". Es wurde 1997 gegründet und hat wegen der andauernden Kämpfe gegen das Sinaloa-Kartell in den vergangenen Jahren stark an Einfluss verloren.
Tijuana-Kartell
Das Tijuana-Kartell im äußersten Nordwesten Mexikos ist dafür bekannt, ausgezeichnete Kontakte zu hochrangigen Vertretern von Sicherheitskräften und Justiz zu pflegen. Es wurde 1989 von der Familie Arellano Felix gegründet. Nun kämpft die Organisation um die Kontrolle in Tijuana. Die Führung ist geschwächt, 2008 spaltete sich die Organisation in zwei Flügel. Einer der Chefs, Eduardo Teodoro García Simental alias "El Teo", wurde im Januar gefasst.
Beltrán-Leyva-Organisation
Das Einflussgebiet der Beltrán-Leyva-Organisation erstreckt sich vor allem an der Pazifikküste. Die Gruppe hat sich 2008 von dem Sinaloa-Kartell abgespalten, ihre Macht wuchs. Doch seit Ende 2009 ist die Organisation geschwächt durch die Ermordung von zwei der fünf Beltrán-Leyva-Brüder. So starb Arturo Beltrán-Leyva (genannt "Boss der Bosse") in einem Gefecht mit Sicherheitskräften.
La Familia Michoacana
La Familia stammt aus dem Bundesstaat Michoacán, operiert aber in vielen weiteren Regionen. 2006 spaltete sich La Familie von Golf-Kartell und Los Zetas ab, mit denen es heute konkurriert und sich heftig bekämpft. La Familia ist bekannt für Enthauptungen und ihre quasi-religiöse Ideologie. Eine Führungsfigur heißt "El Más Loco" - der Verrückteste. (Quelle: World Drug Report 2010, Stratfor)

Fläche: 1.964.375 km²

Bevölkerung: 122,273 Mio.

Hauptstadt: Mexiko-Stadt

Staats- und Regierungschef: Enrique Peña Nieto

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