Dubai Weltgrößtes Aquarium läuft aus

Ein Riss in der Verglasung des Haifischbeckens hat im größten Aquarium der Welt für Aufregung gesorgt. Alle Geschäfte in dem umliegenden Einkaufszentrum in Dubai mussten evakuiert werden. In Florida hatte zuvor ein Orca-Wal seine Dompteurin getötet.

Aquarium in Dubai: Sprung in der Scheibe
AFP

Aquarium in Dubai: Sprung in der Scheibe


Dubai - Wegen einer gesprungenen Scheibe in einem Haifischbecken sind weite Teile des größten Einkaufszentrums im Nahen Osten am Donnerstag geschlossen worden. Ein Sprecher des Zivilschutzes in Dubai sagte, Einsatzkräfte seien vor Ort. Das Glas des Haifischbeckens in dem Aquarium habe einen kleinen Sprung.

Augenzeugen berichteten, Sicherheitskräfte in Schwimmwesten hätten sich in den abgesperrten Bereich um das Aquarium begeben.

Das Aquarium in der Dubai Mall ist eine der Hauptattraktionen des Wüsten-Emirats, es gilt als größtes der Welt. In ihm gibt es unzählige Fischarten, unter anderem auch Haie. Die Dubai Mall wiederum ist mit 1200 Geschäften das größte Einkaufszentrum im Nahen Osten.

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Tödlicher Unfall in SeaWolrd: Orca tötet Dompteurin

Zuvor hatte sich in dem bekannten Meerestierpark SeaWorld in Orlando im US-Bundesstaat Florida in tragisches Unglück ereignet: Die Pflegerin Dawn Brancheau befand sich am Mittwoch während einer Vorführung zusammen mit dem Orca "Tilikum" auf der Plattform eines Meerwasserbeckens und massierte den 5450 Kilogramm schweren Walbullen. Plötzlich sei das Tier in das Becken gesprungen, berichtete eine Augenzeugin. "Dann kam er zurück, schoss in die Luft hoch, packte die Dompteurin an der Hüfte und begann, sie herumzuwirbeln."

Einer anderen Augenzeugin zufolge schüttelte der Orca-Bulle die Dompteurin hin und her. "Es war richtig wild", sagte die Beobachterin laut dem US-Nachrichtensender CNN, "einer ihrer Schuhe flog durch die Luft". Mitarbeiter der Anlage hätten sie und die anderen Zuschauer in Eile nach draußen geführt.

Die Dompteurin wurde in die Tiefe gerissen und konnte nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Wie der Freizeitpark mitteilte, ist sie ertrunken. Weitere Menschen kamen nicht zu Schaden, SeaWorld wurde vorübergehend geschlossen.

Was zu dem tragischen Ereignis geführt hatte, war zunächst nicht klar. Die 40-Jährige galt als "eine der erfahrensten Trainer in SeaWorlds Shamu-Stadium". Kein anderer Pfleger habe mehr Erfahrung mit "Tilikum" gehabt als Brancheau, sagte der Leiter des Dressurprogramms von SeaWorld, Chuck Tompkins.

jdl/AP/AFP/dpa



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