Durchfall-Krankheit Cholera auf Haiti breitet sich rasant aus

Der Gesundheitsminister von Haiti zieht eine erschreckende Zwischenbilanz: Die Cholera-Epidemie greift schnell um sich, mehr als 650 Menschen starben. Inzwischen wurden mehr als 10.000 Infizierte registriert.

AFP

Port-au-Prince - Die meisten Opfer gebe es im Department Artibonite, wo die Krankheit vor gut drei Wochen ausgebrochen war. Dort starben den Angaben zufolge 450 Menschen, über 7300 sind erkrankt. Die übrigen Opfer verteilen sich auf den Rest des Landes - das ergibt sich aus einem Bericht der haitianischen Journalistenorganisation AlterPresse vom Mittwochabend, der sich auf jüngste Angaben des Gesundheitsministeriums beruft.

Im Randgebiet der Hauptstadt Port-au-Prince mit ihren über drei Millionen Einwohnern wurde bisher ein Cholera-Toter registriert, ein anderer Todesfall hatte mit der Epidemie nichts zu tun. Allerdings stand die letzte Bestätigung für den Cholera-Erreger nach Angaben der Ärzte ohne Grenzen (MSF) noch aus. Gleichwohl gebe die Situation schon jetzt Anlass zu großer Sorge. Vor allem in den Slums der Hauptstadt verfügen die Menschen weder über sauberes Wasser noch über Toiletten.

Port-au-Prince liegt seit einem schweren Erdbeben im Januar in Trümmern. Über eine Million Obdachlose leben nach wie vor in provisorischen Zeltlagern. Für mehrere Hunderttausend Kinder, die dort und in den Armenvierteln leben, werde jetzt jedoch die Cholera-Gefahr immer größer, warnte Unicef am Mittwoch.

Quelle der Cholera ist offenbar der Fluss Artibonite, der Tausenden Menschen zum Waschen und Kochen dient. Im Arbonite-Tal wurden die meisten Fälle registriert. Die Überschwemmungen des Arbonite im Gefolge von Hurrikan "Tomas" haben die Lage noch verschärft.

Cholera ist hochansteckend. Sie verbreitet sich vor allem über Wasser und Nahrung, verursacht heftigen Durchfall und Erbrechen und kann innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.

jjc/dpa

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sukowsky, 11.11.2010
1. Wieviel Tonnen Papier schon in den UN klimatisierten Büros
Was macht die UN dagegen? Sie fahren in Schlips und Kragen umher und geben gut Ratschläge aber das gesundheitliche Probleme haben sie nicht an der Wurzel angepackt. Mächte mal wissen wieviel Tonnen Papier schon in den klimatisierten UN Büros geschrieben wurden?
Centurio X 11.11.2010
2. Und was muss die UN---
Zitat von sukowskyWas macht die UN dagegen? Sie fahren in Schlips und Kragen umher und geben gut Ratschläge aber das gesundheitliche Probleme haben sie nicht an der Wurzel angepackt. Mächte mal wissen wieviel Tonnen Papier schon in den klimatisierten UN Büros geschrieben wurden?
...unternehmen, um das Übel an der Wurzel zu packen? Die UN sit sicherlich auf Ihre Antwort gespannt!
sukowsky, 11.11.2010
3. Zu fein
Zitat von Centurio X...unternehmen, um das Übel an der Wurzel zu packen? Die UN sit sicherlich auf Ihre Antwort gespannt!
--------------------------------- Hie Damen und herren von der UN sind doch viel zu fein um den Mann von der Straße zu zuhören. Sie haben doch Diplomatenstatus.
arthur2412 15.11.2010
4. Unsere Milliardäre können doch helfen
Ich bete an die 10 reichsten deutschen Mitbürger sich von ihren Millarden zu lösen und soviel zu spenden, das Haiti geholfen wird. Es ist doch für Euch eine Kleinigkeit und Haiti wäre erlöst. Die reichsten Deutschen sind: Karl Albrecht 17,1 Milliarden Euro Theo Albrecht 16 Milliarden Euro Dieter Schwarz - Lidl 10,5 Milliarden Euro C&A- Brenninkmeijer 21 Milliarden Euro Haniel (Metro, Takkt, Celesio) 9,5 Milliarden Euro Familie Henkel 8,5 Milliarden Euro und viele, viele mehr ... Das Vermögen der 100 reichsten Deutschen summiert sich auf 287,35 Milliarden Euro. Für Haiti brauchen wir doch nur wenig Geld. Und das tut doch den vielen Milliardären nicht wirklich weh. Wer 20 Milliarden Euro besitzt, bekommt monatlich um die 60 Millionen Euro Zinsen. Von den besagten Personen reicht doch 1 Monatsgehalt aus, um Haiti zu retten. Das tut doch keinem weh. Wäre ich Milliardär, wurde ich Haiti helfen und mich dabei sehr gut fühlen. Bitte helft, bevor die Krankheit EUCH erreicht. Arthur
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