Quito - Das Gebäude geriet nach der Kollision mit der Militärmaschine in Brand. Unter den Toten waren den Behörden zufolge die Insassen der achtsitzigen Propellermaschine des Typs Beechcraft sowie zwei Bewohner des Hauses.
Dicke Rauchschwaden umhüllten das Wohngebiet nach dem Unglück. "Es war entsetzlich. Ich hörte das Flugzeug, es flog sehr niedrig, dann kam die Explosion", sagte Anwohnerin Camille Avfert. Erst nach mehr als einer Stunde brachte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Der Feuerwehrchef von Quito, Atahualpa Sanchez, erklärte, Rettungstruppen hätten die schwer verbrannten Leichen der Opfer geborgen und eine bisher nicht bekannte Zahl von Verletzten evakuiert.
Die Beechcraft habe sich im Landeanflug auf den Flughafen der Stadt befunden, als sie plötzlich in geringer Höhe einen Baum streifte und dann in das Wohnhaus stürzte, berichteten Augenzeugen. Die Propellermaschine laut Verteidigungsminister Javier Ponce in einem "ausgezeichneten Zustand" und befand sich auf einem "Übungsflug". An Bord befanden sich drei Militärangehörige und zwei Zivilisten.
In Ecuador ereigneten sich bereits mehrfach ähnliche Unglücke, bei denen unter anderem ein Präsident, ein Verteidigungsminister und ein Armeechef umkamen. Am 10. Dezember 1992 flog eine Militärmaschine in ein Gebäude am Flughafen, wobei Armeechef Carlomagno Andrade ums Leben kam. Eine Woche später wurde bei einem ähnlichen Crash Tourismusminister Pedro Zambrano getötet. Im Mai 1981 kamen Staatspräsident Jaime Roldós und seine Frau Martha Bucaram in der Nähe der peruanischen Grenze bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.
ala/AFP/AP
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