Offenbach - Sonne, Wolken, Regen und Schnee - zu Ostern gibt es in Deutschland typisches Aprilwetter. "Es wird nicht ganz so schön", formulierte Meteorologe Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Donnerstag den wenig erbaulichen Befund diplomatisch. Am ungemütlichsten werde das Wetter im Südosten, am besten im Nordwesten - dort gebe es mehr Sonne, sagte Beyer. In ganz Deutschland ist in Lagen über 400 Meter mit Schnee zu rechnen.
Besonders im Wechsel von März auf April seien Kaltlufteinbrüche aus dem Norden immer möglich, sagte Beyer. Seit 1960 gab es allerdings erst einmal zu Ostern eine geschlossene Schneedecke in ganz Deutschland: am 23. und 24. März 2008.
In diesem Jahr liegen die Temperaturen am Osterwochenende tagsüber zwischen fünf und zehn Grad, nachts gibt es stellenweise Frost. Am Freitag ist es im Südosten meist grau und regnerisch. Im weiteren Tagesverlauf verdichten sich die Wolken auch von Norden her und es beginnt zu regnen. Im Norden liegen die Höchstwerte bei zehn, im Süden bei 14 Grad.
In der Nacht zum Samstag breiten sich die Wolken weiter aus. Der Regen erreicht bis zum Morgen etwa die Mitte Deutschlands. In Ostdeutschland soll es dann in flacheren Regionen einen Mix aus Regen und Schnee geben. Im Norden ist noch mit Sonne zu rechnen. Die Temperaturen erreichen maximal zwischen drei und neun Grad, im Südwesten steigen sie bis auf elf Grad an.
Auch am Ostersonntag wird für den Norden Deutschlands noch ein wenig Sonnenschein vorhergesagt. Am Alpenrand sind die Wolken dichter, und es fällt zeitweise etwas Niederschlag. Auch im Westen und Nordwesten verdichten sich die Wolken im Tagesverlauf, ab 400 Höhenmetern fällt Schnee. Die Höchsttemperaturen liegen bei vier bis zehn Grad.
Der Ostermontag sieht auch nicht viel anders aus: Das Wetter bleibt wechselhaft. Im Westen ist der Himmel mehr grau als blau. Im Osten darf man zumindest auf etwas längere Sonnenphasen hoffen.
Auch in Russland hat sich der Frühling noch einmal verabschiedet: Die Bewohner Moskaus wurden am Donnerstag von einem schweren Schneesturm überrascht. Die Temperaturen in der russischen Hauptstadt sanken auf minus zwei Grad, und auf zahlreichen Straßen gab es Glatteis, wie der Wetterdienst mitteilte. Im Tagesverlauf sollte es weiteren Schneefall und Windböen mit einer Geschwindigkeit von 17 Metern pro Sekunde geben - und am Freitag sollten die Temperaturen sogar noch weiter sinken. Der Fernsehsender NTV sprach von einem Schnee-Alptraum und rief die Moskauer zur Vorsicht auf: Der Wind könne Bäume und Werbeplakate umreißen.
ulz/dpa/dapd
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