Trauer um Riesenelefant Wilderer töten Satao

Wegen seiner Größe und der riesigen Stoßzähne war Elefant Satao eine Berühmtheit in Kenia. Doch das prächtige Elfenbein wurde dem Dickhäuter zum Verhängnis: Sein Kadaver ist grausam zugerichtet gefunden worden.

Richard Moller/ TSAVO TRUST

Nairobi - Der Nachruf liest sich liebevoll: Ein "alter Freund" sei verloren gegangen, teilte die Tierschutzorganisation Tsavo Trust am Samstag mit. Sie verkündete die traurige Nachricht vom Tode Sataos. Wegen seiner Größe und seiner riesigen Stoßzähne war der Elefant berühmt und "einer der meistgeliebten Kenias", heißt es in der Mitteilung.

Der etwa 45 Jahre alte Dickhäuter wurde den Angaben zufolge im Tsavo-Nationalpark im Südosten des Landes von Wilderern getötet - "ein großes Leben wurde zerstört, damit irgendjemand weit weg von hier eine Schmuckdose auf seinen Kamin stellen kann".

Die Wilderer beschossen das Tier den Angaben zufolge mit vergifteten Pfeilen, zerhackten sein Gesicht und brachen die Stoßzähne heraus.

"Kein Zweifel, dass Satao tot ist"

Der Angriff ereignete sich bereits im Mai, Anfang dieses Monats wurde der Kadaver entdeckt. Anhand der Ohren und anderer charakteristischer Merkmale stellten Tierschützer nun zweifelsfrei fest, dass es sich um Satao handelte. "Es gibt keinen Zweifel mehr daran, dass Satao tot ist."

Elefanten werden wegen ihrer Stoßzähne von Wilderern verfolgt. Laut dem Washingtoner Artenschutzabkommen ist der Handel mit Elfenbein verboten. Die hohe Nachfrage in Asien und dem Nahen Osten führt jedoch zu einem regen Schwarzhandel mit Stoßzähnen gewilderter Elefanten.

cst/AFP

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insgesamt 24 Beiträge
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klausbaerbel 14.06.2014
1. ja meine Lieben:
Wo bleiben denn die Wirtschaftssanktionen gegen die Abnehmer ??? Oder pinkeln Elefanten etwa kein Erdöl ?
ontwoone 14.06.2014
2. Reichtum verdirbt den Charakter
Dass ein Mensch soviel Geld besitzt, dass er anfängt es für Plörres zu verwenden, zeigt, was auf diesem Planeten falsch läuft. Wer braucht Elfenbein? Reißt ihm alle Zähne aus!
docker 14.06.2014
3. Wilderer
Ein afrikanischer Rancher mit Wildpark hat mir ein Video gezeigt, in dem ein gedungener russischer Wilderer beim Erlegen eines Nahorns zu sehen ist. Er hat mir erzählt, dass diese Killer nicht belangt werden können - auch, weil sie nach getanem Abschlachten blitzschnell aus Afrika verschwinden. Hassenswertes Gesindel.
Trondesson 14.06.2014
4.
Zitat von klausbaerbelWo bleiben denn die Wirtschaftssanktionen gegen die Abnehmer ??? Oder pinkeln Elefanten etwa kein Erdöl ?
Und was soll das bewirken? Abnehmer finden sich immer, denn die Mehrheit der Menschheit interessiert das Schicksal der Tiere nicht die Bohne, und das wird auch immer so bleiben. Gegen die Wilderer selbst muss man zuerst einmal vorgehen. Kompromisslos. Und zwar bis es keine mehr gibt.
schmusel 14.06.2014
5.
Zitat von klausbaerbelWo bleiben denn die Wirtschaftssanktionen gegen die Abnehmer ??? Oder pinkeln Elefanten etwa kein Erdöl ?
Ja mein Lieber, Staaten sind nunmal keine Abnehmer für Elfenbein, sondern Individuen. Freilich sollte man diese Individuen ihrerseits zur Strecke bringen.
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