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Busunglück in Spanien: Alle 13 Todesopfer sind Frauen

DPA

Sie waren auf dem Rückweg von einem Frühlingsfest: Ein Bus mit Erasmus-Studenten ist in Spanien verunglückt, auch Deutsche waren in dem Fahrzeug. Die Unfallursache ist offenbar geklärt.

Die Autobahn AP-7, die entlang der Ostküste Spaniens bis zur französischen Grenze führt, war den ganzen Sonntag über gesperrt. Auf der Höhe des bei Tarragona gelegenen Örtchens Freginals war in der Nacht zum Sonntag ein Reisebus ins Schleudern geraten, er durchbrach die Mittelleitplanke und kippte auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß ein anderes Fahrzeug mit dem Bus zusammen.

Die Bilanz des Schreckens: 13 Tote, 28 Verletzte, neun davon schwer. Die Todesopfer sind allesamt weiblich und Ausländerinnen, bestätigte der spanische Innenminister Jorge Fernández Díaz. Er spezifizierte allerdings nicht die Nationalitäten der Getöteten.

Nach Angaben des Zivilschutzes waren unter den 56 Passagieren in dem Reisebus Bürger aus Peru, Bulgarien, Polen, Irland, Palästina, Japan, der Ukraine, Tschechien, Neuseeland, Großbritannien, Italien, Ungarn, Schweden, Norwegen, der Schweiz und Deutschland.

Das Auswärtige Amt in Berlin teilte am Nachmittag mit, es prüfe weiter den Sachverhalt und stehe mit den Behörden vor Ort in Verbindung. "Wir können nicht ausschließen, dass auch Deutsche betroffen sind", sagte eine Sprecherin. Die spanische Zeitung "El Mundo" zitiert einen deutschen Studenten mit den Worten: "Das sind meine Freunde. Vielleicht hätte ich etwas für sie tun können." Er musste zur Behandlung seiner Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus nach Barcelona gebracht werden.

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Unfall in Spanien: 13 Menschen sterben bei Busunglück

Die Fahrt begann um 4 Uhr morgens

Der Unglücksbus war - zusammen mit vier weiteren Bussen - von einer Studentenorganisation für einen Ausflug nach Valencia gechartert worden. Dort hatten die jungen Leute für einen Fahrpreis von 20 Euro das Feuerspektakel miterlebt, mit dem das Volksfest "Las Fallas" in der ostspanischen Hafenstadt ausklang. Dabei gingen nach alter Tradition haushohe Figuren aus Holz und Pappmaché in Flammen auf.

Die jungen Leute feierten bis in die Nacht. Um 4 Uhr morgens startete der Tross die Rückreise nach Barcelona. Knapp zwei Stunden vor Erreichen der katalanischen Metropole ereignete sich kurz vor dem Morgengrauen das Unglück.

Nach Ansicht des katalanischen Innenministers Jordi Jané deutet alles "auf ein menschliches Versagen als Unglücksursache hin". Tests ergaben, dass der Busfahrer weder Alkohol getrunken noch Drogen genommen hatte. Die Nachrichtenagentur Efe erfuhr von der Busfirma, dass der Fahrer seit 17 Jahren für das Unternehmen im Einsatz und nie in einen Unfall verwickelt gewesen sei.

Der Bürgermeister des bei der Unfallstelle gelegenen Dorfes Freginals, Josep Roncero, sagte dem Radiosender RAC1: "Dies ist eine heikle Strecke. Dort haben sich schon häufiger Unglücke ereignet." Der Innenminister schloss jedoch aus, dass die Beschaffenheit des Autobahnabschnitts bei dem Unfall eine Rolle gespielt habe.

feb/AFP/dpa

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