Erdbeben in Indonesien Zahl der Toten steigt auf mehr als 20

Bei dem Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen - darunter mehrere Kinder. Mehr als 200 Personen wurden verletzt.

Beben auf Sumatra: Rettungskräfte suchen in Trümmern nach Überlebenden
DPA

Beben auf Sumatra: Rettungskräfte suchen in Trümmern nach Überlebenden


Jakarta - Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben in Indonesien ist laut Behördenangaben weiter gestiegen. Mindestens 22 Menschen seien auf der Insel Sumatra umgekommen und 210 verletzt worden, teilte der Katastrophenschutz mit. Rund 1500 Häuser seien beschädigt worden. Unter den Toten waren auch sechs Kinder, die beim Einsturz einer Moschee starben. Mindestens 14 weitere Kinder wurden verschüttet.

Laut der US-Erdbebenwarte USGS ereignete sich das Beben am Dienstag gegen 15.30 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag demnach im bergigen Bezirk Bener Meriah im Norden Sumatras. Dort wurden zahlreiche Patienten mit leichteren Verletzungen auf der Straße vor einem Krankenhaus behandelt, berichtete Distritkchef Rusli Saleh. Das Krankenhaus sei leicht beschädigt worden, und die Menschen trauten sich nicht in das Gebäude.

Die Bergungs- und Rettungsarbeiten in der abgelegenen Bergregion gestalteten sich schwierig. Im ganzen Gebiet stand nur ein einziger Bagger zur Räumung der Trümmer zur Verfügung, Einwohner und Helfer gruben oftmals mit bloßen Händen nach Vermissten. Erdrutsche und umgestürzte Bäume machten viele Straßen unpassierbar. Die Behörden entsandten einen Hubschrauber sowie ein Aufklärungsflugzeug, um das Ausmaß der Schäden besser einschätzen zu können.

Die Erdstöße hatten eine Stärke von 6,1 auf der Richter-Skala. Das ist für indonesische Verhältnisse moderat. Dutzende Erdbeben dieser Stärke passieren jedes Jahr ohne Folgen. Allerdings lag das Erdbebenzentrum am Dienstag nur zehn Kilometer unter der Oberfläche. Dadurch waren Erschütterungen stärker zu spüren.

wit/dpa/AFP



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