Guatemala: Erdbeben an Pazifikküste fordert Dutzende Todesopfer
An der Pazifikküste hat die Erde gebebt. Vier Länder sind von den Erdstößen der Stärke 7,2 betroffen: Mexiko, Belize, El Salvador und vor allem Guatemala. Häuser stürzten ein, auf den Straßen liegen Trümmer, teilweise fiel der Strom aus. Es gibt mehr als dreißig Tote.
Guatemala-Stadt - Das Epizentrum lag 24 Kilometer südwestlich der guatemaltekischen Stadt Champerico in etwa 33 Kilometern Tiefe: Vor der Pazifikküste hat sich ein schweres Erdbeben der Stärke 7,2 ereignet, wie die US-Erdbebenwarte USGS berichtet. Bei dem stärksten Beben seit Jahrzehnten in Guatemala kamen nach Angaben des Gouverneurs von San Marcos, Luis Rivera, 48 Menschen allein in seinem Regierungsbezirk ums Leben. 155 Menschen seien verletzt und 15 unter den Trümmern begraben worden, sagte der Gouverneur des am stärksten betroffenen Departements an der Grenze zu Mexiko.
Das Beben ließ in der Hauptstadt Guatemala-Stadt sowie in Mexiko, Belize und El Salvador Gebäude schwanken. Rund 30 Häuser seien durch das Beben eingestürzt. Es soll auch zu mehreren Erdrutschen gekommen sein, heißt es. Es war das stärkste Beben in dem Land seit 1976. Damals kamen bei einem Erdbeben in dem mittelamerikanischen Staat 23.000 Menschen ums Leben.
Die größten Schäden gab es anscheinend in der Stadt San Marcos nahe der Grenze zu Mexiko. In der Ortschaft San Cristobal Cochu im Staat San Marcos sei eine zehnköpfige Familie in ihrem Haus verschüttet worden, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Guatemalas Präsident Otto Pérez Molina rief die höchste Stufe des Katastrophenalarms aus. Er forderte die Menschen auf, sicherheitshalber hohe Gebäude zu verlassen. Nach Regierungsangaben wurden im Westen des Landes mehrere Fernstraßen beschädigt. Es soll auch Dutzende Verletzte gegeben haben.
Das Beben verursachte im Westen des mittelamerikanischen Landes zudem Stromausfälle und führte zu Störungen im Telefonnetz, wie die Zeitung "La Prensa" berichtet. In Mexiko-Stadt gab es nach Angaben des Bürgermeisters keine Verletzen und auch keine ernsthaften Schäden. Viele Menschen seien allerdings während des Bebens aus ihren Wohnungen und Büros auf die Straßen geflüchtet. Auch aus El Salvador gab es Entwarnung. Dem dortigen Roten Kreuz lagen keine Meldungen zu Verletzten vor.
Das Seismologische Institut von Guatemala gab die Stärke des Bebens mit 7,2 an. Das Seismologische Institut der USA hatte zunächst eine Stärke von 7,5 gemeldet.
aar/bos/dpa/dapd/Reuters/AFP
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Fläche: 108.889 km²
Hauptstadt: Guatemala-Stadt
Staats- und Regierungschef: Otto Pérez Molina
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