Erdbeben in Mexiko 13 Tote bei Hubschrauberabsturz - Minister überlebt

Im Erdbebengebiet im Süden Mexikos ist ein Militärhubschrauber abgestürzt. 13 Menschen starben - der Innenminister und ein Gouverneur überlebten den Absturz.

AFP

Beim Absturz eines Militärhubschraubers im Süden Mexikos sind am Freitag 13 Menschen ums Leben gekommen. Innenminister Alfonso Navarrete und der Gouverneur des Bundesstaates Oaxaca Alejandro Murat überlebten das Unglück.

Die beiden Politiker hatten zuvor einen Erkundungsflug über die Region im Süden des Landes unternommen, die kurz zuvor von einem Erdbeben der Stärke 7,2 heimgesucht worden war. Der Hubschrauber stürzte während des Landeanflugs aus einer Höhe von etwa 30 bis 40 Metern auf mehrere Fahrzeuge.

Der Gouverneur und der Innenminister blieben unverletzt. Navarrete sprach den Angehörigen der Unfallopfer via Twitter sein Mitgefühl aus. Auch Mexikos Präsident Enrique Pena Nieto kondolierte über das soziale Netzwerk.

Bei dem Erdbeben vom Freitag gab es keine Toten, allerdings wurden Dutzende Gebäude schwer beschädigt. Etwa eine Million Menschen sind ohne Strom. Einige Krankenhäuser wurden evakuiert, die Marine flog Aufklärungsflüge und suchte aus der Luft nach Schäden.

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Erdbeben in Mexiko: "Wir leben in ständiger Angst"

Der Erdstoß der Stärke 7,2 verursachte Panik in Mexiko-Stadt und im Süden des Landes. Tausende Menschen versammelten sich unter freiem Himmel, als die Erdbeben-Warnsirenen ertönten. "Wir sind rausgerannt, das ist einzige, was wir tun können", sagte Kevin Valladolid aus dem Stadtteil Roma. "Wir kamen kaum die Treppen runter", sagte die 72-jährige Graciela Esclalante. "Wir dachten, dass alles wieder einstürzt."

Die Erinnerungen an die letzten Katastrophen sind noch wach: Erst am 7. September waren bei einem Erdbeben der Stärke 8,2 in Südmexiko 96 Menschen getötet worden. Nur knapp zwei Wochen später starben 369 Menschen bei einem Beben im Zentrum des Landes. Auf den Tag genau 32 Jahre zuvor waren bei einer Erdbeben-Tagödie etwa 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

Laut Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Zentrum des Bebens vom Freitag im südwestlichen Bundesstaat Oaxaca in einer Tiefe von fast 25 Kilometern. Laut dem Erdbebenwarnsystem Sky Alert waren die Erschütterungen auch in den Bundesstaaten Guerrero, Michoacán und Puebla zu spüren. Nach fast einer Stunde folgte ein heftiges Nachbeben der Stärke 5,9. Danach wurden weitere 150 Nachbeben registriert.

In Mexiko-Stadt gab es nur "kleinere Schäden", wie Bürgermeister Miguel Ángel Mancera sagte. In den Städten Pinotepa de Don Luis und Santiago Jamiltepec nahe des Zentrums des Bebens in Oaxaca wurden jedoch mehrere Gebäude beschädigt. Die Behörden richteten Notunterkünfte ein.

In Mexiko ereignen sich immer wieder heftige Beben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine seismische Aktivität bekannt ist. Warum Mexiko-Stadt besonders anfällig für Erdbebenschäden ist, lesen Sie hier.

ala/AP/dpa



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