Erdbeben am Mount Everest Helikopter erreichen verwüstetes Basiscamp der Bergsteiger

Die Lawine pflügte durch das Basiscamp der Bergsteiger am Mount Everest und riss mindestens 18 Menschen in den Tod. Nun erreichen die ersten Hubschrauber das zerstörte Lager. Noch immer sind Hunderte Kletterer am Berg.


Mehrere Hubschrauber sind am Sonntag am Basiscamp des Mount Everest gelandet, um durch eine Lawine verletzte Menschen zu bergen. Sechs Helikopter erreichten das Lager am Sonntag, nachdem sich die Wetterbedingungen gebessert hatten, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Die Lawine war durch das Erdbeben am Samstag ausgelöst worden. Die ersten Verletzten seien am Morgen ausgeflogen worden, teilte ein rumänischer Bergsteiger am Sonntag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die schwer Verwundeten wurden in die nepalesische Hauptstadt Kathmandu gebracht.

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Erdbeben im Himalaya: Lawine begräbt Camps der Bergsteiger

Allein 18 Leichen wurden im Basislager geborgen, das durch eine Lawine teils zerstört wurde. Laut dem Präsidenten des ansässigen Bergsteigerverbandes, Ang Thsering Sherpa, sind 61 Personen verletzt worden. Sie erlitten teils kritische Kopfverletzungen.

Hunderte Kletterer befinden sich noch am Berg

Unter den Toten befindet sich der Google-Ingenieur Dan Fredinburg, der an Kopfverletzungen starb. Das nepalesische Tourismusministerium geht davon aus, dass sich möglicherweise noch Hunderte Bergsteiger, darunter 400 Ausländer, im Basislager aufhielten oder bereits die Besteigung des höchsten Berges der Welt gestartet hatten.

Sherpa zufolge sind die hundert Bergsteiger und ihre Helfer oberhalb des Basislagers in Sicherheit. Der Weg hinab sei ihnen jedoch aufgrund der zerstörten Rückroute verwehrt.

Das Beben der Stärke 7,9 war das schwerste in der Himalaya-Region seit mehr als 80 Jahren. Offiziellen Angaben zufolge stieg die Zahl der Toten auf mindestens 1900.

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Im Video: Nachbeben erschüttern Nepal

mhe/rtr/afp

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insgesamt 27 Beiträge
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bloofi 26.04.2015
1. TOP-Schlagzeile???
Leute, Leute! Im Nepal sind vielleicht 10.000 oder 100.000 Menschen umgekommen (wie Ihr selbst in einem späteren Artikel schreibt) und Eure TOP-Schlagzeile handelt von ein paar Abenteuerern und deren Helfern am Mont Everest??? Der SPIEGEL wird immer mehr BILD !!! Achtung... Bei allem Leid, was diese Bergsteiger gerade durchmachen - die nepalesische Bevölkerung ist um ein vielfaches mehr betroffen und um ein vielfaches ärmer als die Everest-Kletterer! Sind die nicht einen Leitartikel wert? Oder doch nur Menschen 2. Klasse ... Das Niveau des Spiegel sinkt und gleitet immer mehr ab in Richtung meinungsbeeinflussende Mainstreampresse... Mein Beileid mit den Opfern!
shooop 26.04.2015
2. Mein Mitleid hält sich echt in Grenzen
Ich bin sonst nicht so zynisch. Aber für den Tourismus am Mount Everest habe ich wenig Verständnis, weil die Leute sehendes Auges den Tod in Kauf nehmen. Die bezahlen viel Kohle dafür und ich frage mich, wie man diese Gefahren dort ausblenden kann. Jedes Jahr sterben dort dutzende Menschen und jedesmal wieder kommen dann die tragischen Meldungen. Ich habe dafür kein Verständnis mehr.
superswissmiss 26.04.2015
3. Biwak in Lawinenzone
Wie kommt es, dass man in der Lawinenzone mehrere Tage oder gar Wochen biwakiert? Manchmal findet sich kein absolut lawinensicherer Ort zum biwakieren. Wenn man das Risiko eines Abgangs als gering einschätzt, übernachtet man an einer solchen Stelle trotzdem - aber nur ein einziges Mal, um am nächsten Tag weiterzusteigen. Aber ich errichte an einer solchen Stelle doch kein Camp, das über mehrere Wochen besteht und hundert Leute oder so beherbergt? Offenbar gibt es unter den Everest-Bergsteigern eine Menge sehr risikofreudiger Menschen. Wenn ich beim Bergsteigen gezwungen wäre, mehrere Tage oder gar Wochen in einem nicht absolut lawinensicheren Camp zu verbringen, würde ich die Tour gar nicht erst unternehmen. Oder wussten viele Teilnehmer an Gipfelexpeditioen gar nicht um die potentielle Gefahr (weil ihnen das Wissen fehlt und der Veranstalter dazu schweigt)? Aber eben, jedem das Seine.
superswissmiss 26.04.2015
4. Nähe zu den Opfern
Zitat von bloofiLeute, Leute! Im Nepal sind vielleicht 10.000 oder 100.000 Menschen umgekommen (wie Ihr selbst in einem späteren Artikel schreibt) und Eure TOP-Schlagzeile handelt von ein paar Abenteuerern und deren Helfern am Mont Everest??? Der SPIEGEL wird immer mehr BILD !!! Achtung... Bei allem Leid, was diese Bergsteiger gerade durchmachen - die nepalesische Bevölkerung ist um ein vielfaches mehr betroffen und um ein vielfaches ärmer als die Everest-Kletterer! Sind die nicht einen Leitartikel wert? Oder doch nur Menschen 2. Klasse ... Das Niveau des Spiegel sinkt und gleitet immer mehr ab in Richtung meinungsbeeinflussende Mainstreampresse... Mein Beileid mit den Opfern!
Also ich finde es absolut ok, wenn auch über die Opfer am Everest berichtet wird. Ich unternehme selbst Bergtouren (wenn auch längst nicht auf dem Niveau von Everestbesteigungen), darum interessiert mich das Schicksal von Bergsteigern immer besonders. Ausserdem sind unter diesen Opfern möglicherweise viele Europäer und Amerikaner, die mir kulturell näher stehen als Nepalesen. Um ehrlich zu sein: Ich lese nur die Artikel zum Erdbeben, welche die Everestbergsteiger zum Thema haben. Die Artikel über Katmandu und andere Landesteile in Nepal lese ich nicht. Dies bedeutet allerdings nicht, dass ich nicht grosses Mitgefühl mit den Menschen dort hätte. Aber was bringt es mir zu wissen, Stadtteil soundso betroffen ist und es xxx statt XXY Opfer gibt? Das Erdbeben hat sehr grossen Schaden angerichtet und es gibt sehr viele Betroffene. Internationale Hilfe ist angelaufen. Das reicht mir zu wissen.
Stefan_G 26.04.2015
5. zu #3
Zitat von superswissmissWie kommt es, dass man in der Lawinenzone mehrere Tage oder gar Wochen biwakiert? Manchmal findet sich kein absolut lawinensicherer Ort zum biwakieren. Wenn man das Risiko eines Abgangs als gering einschätzt, übernachtet man an einer solchen Stelle trotzdem - aber nur ein einziges Mal, um am nächsten Tag weiterzusteigen. Aber ich errichte an einer solchen Stelle doch kein Camp, das über mehrere Wochen besteht und hundert Leute oder so beherbergt? Offenbar gibt es unter den Everest-Bergsteigern eine Menge sehr risikofreudiger Menschen. Wenn ich beim Bergsteigen gezwungen wäre, mehrere Tage oder gar Wochen in einem nicht absolut lawinensicheren Camp zu verbringen, würde ich die Tour gar nicht erst unternehmen. Oder wussten viele Teilnehmer an Gipfelexpeditioen gar nicht um die potentielle Gefahr (weil ihnen das Wissen fehlt und der Veranstalter dazu schweigt)? Aber eben, jedem das Seine.
Es handelt sich hier nicht um irgendein Biwak, das wenige Leute für kurze Zeit aufgeschlagen haben, sondern um das Basiscamp, das (vermutlich seit vielen Jahren) jedes Jahr an der gleichen Stelle errichtet wird. Obwohl ich natürlich nie dort war, würde ich vermuten, dass die Stelle unter normalen Bedingungen (kein Erdbeben) als lawinensicher galt.
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