Unwetter in Japan Schlammlawinen in Hiroshima töten mindestens 36 Menschen

Ein gewaltiger Erdrutsch hat im japanischen Hiroshima ein Wohngebiet verwüstet. Mindestens 36 Menschen wurden getötet, sieben werden noch vermisst. Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer nach Überlebenden.


Tokio - Fünf riesige Schlammlawinen haben Dutzende Häuser in der Stadt Hiroshima zerstört und mindestens 36 Menschen getötet, darunter etliche Kinder. Sieben weitere Menschen werden noch vermisst. Das berichten übereinstimmend die Nachrichtenagenturen AP und AFP. Fast 800 Menschen mussten in Notunterkünften Zuflucht suchen.

Laut AFP ist auch ein 53 Jahre alter Helfer gestorben. Der Mann habe fünf Menschen aus den Trümmern befreit und sei dann von einem neuen Erdrutsch mitgerissen worden. Die Schlammlawinen überraschten die Bewohner mitten in der Nacht. Sie hinterließen auf 20 Kilometern eine Spur der Verwüstung.

"Es hat die ganze Nacht geregnet und gedonnert, die Regentropfen waren riesig, so etwas habe ich noch nie gesehen", sagte ein Anwohner dem japanischen Fernsehsender Fuji TV. Er habe Angst gehabt, das Haus zu verlassen.

Der Erdrutsch traf ein Wohngebiet etwa fünf Kilometer vom Stadtzentrum Hiroshimas entfernt. Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer nach Verschütteten. Überlebende werden mit Helikoptern aus dem Gebiet ausgeflogen.

Für zwei Brüder im Alter von zwei und elf Jahren kam jede Hilfe zu spät. Ihr Haus wurde in der Nacht von der Schlammlawine weggerissen.

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Hiroshima: Schlammlawine verwüstet Wohngebiet
In Japan regnet es seit Tagen. Allein in den 24 Stunden zwischen Dienstag- und Mittwochmorgen (Ortszeit) fielen 240 Milliliter Regen - so viel wie sonst im ganzen August. Ein Ende des Unwetters ist noch nicht in Sicht. Der japanische Wetterdienst warnte vor weiteren Regenfällen und neuen Erdrutschen.

Japans Premier Shinzo Abe hat seinen Sommerurlaub wegen des Unglücks vorzeitig beendet. Er versprach, 600 Soldaten als Helfer in die Krisenregion zu schicken. Weil Land in Japan knapp ist, werden immer mehr Wohngebiete in Bergregionen erschlossen. Sie sind besonders anfällig für Erdrutsche.

vet/Reuters/dpa/AFP



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