Whitby - Im Buch treibt Graf Dracula am Friedhof im nordenglischen Whitby sein Unwesen - jetzt haben mehrere Erdrutsche jahrhundertealte Gebeine aus diesen Gräbern zum Vorschein gebracht.
Der berühmte Friedhof und die dazugehörige Kirche St Mary's liegen auf einer Klippe direkt am Meer. In den vergangenen zwei Monaten waren schon mehrfach Erdrutsche abgegangen. Durch weitere Regenfälle sackte der Boden erneut ab - und Knochen landeten in den Gärten von Häusern, die am unteren Rand des Felsen stehen.
Der Rektor von St Mary's erklärte, dass der Friedhof schon seit mehr als einem Jahrhundert geschlossen sei. Auch die rund neunhundert Jahre alte Kirche sei nicht in Gefahr, da sie auf Fels gebaut sei, sagte eine Sprecherin der Diözese York, zu der die Kirche gehört. Es werde nun versucht, die Erde zu stabilisieren.
Jährlich pilgern Tausende Fans von Bram Stokers Roman "Dracula" zu der Kirche und dem Friedhof. Dort soll sich der Autor bei einem Besuch die nötige Inspiration für viele seiner Szenen geholt haben. Auch den Namen seines Vampir-Fürsten soll er in einer Bibliothek in Whitby ausgegraben haben. In dem Buch von 1897 landet Dracula auf seiner Reise nach London mit dem Schiff in Whitby.
cvb/dpa
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