Abriss in Nordrhein-Westfalen "Immerather Dom" muss Tagebau weichen 

Anwohner und Aktivisten protestierten bis zuletzt gegen den Abriss des "Immerather Doms" in einem nordrhein-westfälischen Tagebaugebiet - erfolglos. Nun wurde der Bau dem Erdboden gleichgemacht.

DPA

Der "Immerather Dom" im umgesiedelten Tagebaudorf Erkelenz-Immerath in Nordrhein-Westfalen ist Geschichte. Innerhalb von zwei Tagen wurde der ehemalige Kirchenbau abgerissen, wie unter anderem die "Rheinische Post" berichtete. Bagger rissen nach dem Beginn der Arbeiten am Montag nun auch beide Türme und das Kirchenschiff ein.

Das frühere Gebäude der katholischen Pfarrei St. Lambertus ist seit 2013 entwidmet und damit kein Gotteshaus mehr. Es musste wegen des Braunkohletagebaus Garzweiler II weichen. Im Jahr 2013 wies das Bundesverfassungsgericht die Klage eines Anwohners gegen die Umsiedlung des Dorfes zurück und machte die Nutzung der Grube durch die RWE Power bis 2045 möglich.

Für Erkelenz-Immerath bedeutete diese Entscheidung das Ende. Weite Teile des Dorfes wurden bereits vor der Kirche abgerissen, die meisten Einwohner wurden in das einige Kilometer entfernte Neu-Immerath umgesiedelt. Am Wochenende hatten laut dem Bericht rund 300 Menschen mit einer Mahnwache gegen den Abriss protestiert.

bbr/dpa

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