Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Erster Schnee: Da isser!

Erster Wintereinbruch: Schnee bis ins Flachland Fotos
DPA

Weiße Pracht bis ins Flachland: In der Nacht hat es in Teilen Deutschlands erstmals geschneit. Lange wird das frühwinterliche Gastspiel aber nicht andauern.

Vor etwa einem Jahr saß man in Deutschland bei 22 Grad in der Sonne, Davon kann derzeit in Thüringen, Sachsen und Oberfranken keine Rede sein. Hier fielen in der Nacht dicke Schneeflocken: "Dass es teilweise bis ins Flachland schneit, haben wir nicht alle Jahre", sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD). In Osterfeld in Sachsen-Anhalt etwa habe es bis runter auf 246 Meter geschneit.

Schnee im Oktober, vor allem im Mittelgebirge, komme häufiger vor, sagte Herold. Die niedrigen Temperaturen seien für die erste Oktoberhälfte aber sehr ungewöhnlich.

Im Landkreis Hof in Bayern kam es zu Verkehrsbehinderungen. Es habe "zwei, drei kleinere Unfälle" gegeben, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken. Auch in Nordrhein-Westfalen hielt der Winter erstmals mit Schnee und Frost Einzug - wenngleich auch nur sehr kurz. In Höhen über 400 Metern blieben die Flocken in den Morgenstunden liegen. In Ostwestfalen werde bereits geräumt, auch im Hochsauerlandkreis hat es geschneit.

Lange vorhalten dürfte der Schnee in den Niederungen aber nicht. "Der Boden noch warm, da bleibt der Schnee nicht lange erhalten", sagte Cornelia Urban vom DWD in Essen.

Auch auf Norddeutschlands höchstem Berg gab es den ersten Schneefall der Saison: Die Brockenkuppe sei inzwischen weiß, sagte ein Mitarbeiter der Wetterwarte auf dem 1141 Meter hohen Berg. Bei einer Außentemperatur von minus vier Grad werde der Schnee liegen bleiben. Auch in tiefer gelegenen Lagen des Harzes gab es am Morgen den ersten leichten Schneefall. Mit Behinderungen auf den Straßen sei zumindest vorerst aber wohl noch nicht zu rechnen, sagte ein Polizeisprecher in Clausthal-Zellerfeld.

Auch im Thüringer Wald, dem Vogtland und im Westerzgebirge schneite es. In tieferen Lagen wie Leipzig oder Dresden könnte es laut DWD am Vormittag Schneeregen geben. Vor allem in den bergigen Regionen soll es weiter schneien. Die Schneefallgrenze steige allerdings während des Tages auf über 1000 Meter an.

In den kommenden Tagen wird kein Frost mehr erwartet. "Das war ein kurzes Winter-Intermezzo und eher ein Einzelfall", sagt der Meteorologe Manuel Voigt.

ala/dpa

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




PLZ-Wetter Deutschland



Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: