Baden-Württemberg Erzieherinnen sollen Kindern Mund zugeklebt haben

Gegen zwei Erzieherinnen aus einem Kindergarten in Baden-Württemberg sind schwere Vorwürfe laut geworden: Sie sollen mehreren Kindern den Mund mit Tesafilm zugeklebt haben.


Wertheim/Mosbach - Zwei Erzieherinnen aus Baden-Württemberg werden äußerst fragwürdige Erziehungsmethoden vorgeworfen. Die Frauen sollen Kindern den Mund zugeklebt haben. Der Sprecher der Mosbacher Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag entsprechende Angaben der "Fränkischen Nachrichten". Der Behörde zufolge werde wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt. Bisher sei unklar, ob noch weiteren Kindergärtnerinnen ein Fehlverhalten vorzuwerfen ist.

Der Zeitung zufolge sollen die Erzieherinnen in Wertheim im Norden Baden-Württembergs drei Kindern mit Klebeband den Mund verschlossen haben. Die Kindergartenleiterin, eine der Beschuldigten, habe eingeräumt, dies in einer "Spontanhandlung" getan zu haben.

Die Ergebnisse der Vernehmungen lägen noch nicht vollständig vor, "so dass wir auch noch kein abschließendes Bild zu den Vorgängen gewinnen konnten", zitierte das Blatt Oberstaatsanwalt Franz-Josef Heering von der Staatsanwaltschaft Mosbach. Man müsse abwarten, ob an der Sache etwas dran ist oder nicht.

Ebenfalls in Baden-Württemberg ermittelt die Staatsanwaltschaft Rottweil gegen vier aktive und ehemalige Mitarbeiter einer Kindertagesstätte in Trossingen. Sie sollen Kinder mit Gewalt zum Essen gezwungen, ihnen die Augen verbunden und sie eng in Tücher eingewickelt haben.

wit/dpa

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