Estland Auto bricht auf zugefrorener Ostsee ein - drei Tote

In Estland gehören Eisstraßen zum offiziellen Straßennetz - bisher ist aber noch keine freigegeben. Ein Auto fuhr dennoch auf die Ostsee, mit tödlichem Ausgang.

Gefrorener Ostseestrand (Symbolbild)
DPA

Gefrorener Ostseestrand (Symbolbild)


Ein Auto ist beim Fahren auf der zugefrorenen Ostsee in Estland ins Eis eingebrochen. Drei Menschen in dem Fahrzeug ertranken, wie estnische Medien unter Berufung auf die Polizei berichten. Zwei weitere Menschen konnten in letzter Sekunde von den alarmierten Einsatzkräften aus dem eiskalten Wasser gerettet werden, eine Person wurde zunächst noch vermisst.

Das Unglück ereignete sich vor der Küste des Hafen Munalaid, nur wenige Hundert Meter von der Fährroute zwischen den Ostseeinseln Kihnu und Manilaid entfernt. Das Eis sei dort lediglich fünf bis acht Zentimeter dick und löchrig, das Wasser etwa vier Meter tief.

"Es ist ein sehr trauriger Tag. Dünnes Eis trägt bestenfalls eine leichtere Person, aber sicher kein Fahrzeug", sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben der Behörden blieb zunächst unklar, warum der Minibus vom Festland aufs Eis gefahren war. Eine offizielle Eisstraße gibt es an der Unglücksstelle nicht.

In Estland gehören im Winter sieben Eisstraßen zum offiziellen Straßennetz. Sie können bei einer mindestens 24 Zentimeter dicken Eisdecke befahren werden. Bislang ist aber noch keine der Verbindungen über die zugefrorene Ostsee für den Verkehr freigegeben.

ans/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.