Ethiopian-Airlines-Maschine Co-Pilot entführte Flugzeug nach Genf

Beim Entführer der in Genf gelandeten Ethiopian-Airlines-Maschine handelt es sich um den Co-Piloten. Der Mann habe sich während des Flugs im Cockpit eingeschlossen und die Kontrolle übernommen, sagte ein Flughafensprecher. Der Mann wolle in der Schweiz Asyl beantragen.


Genf - Bei dem Entführer einer äthiopischen Passagiermaschine handelt es sich nach Angaben des Genfer Flughafens um den Co-Piloten des Flugzeugs. Der Mann habe bei seiner Festnahme nach der erzwungenen Landung in Genf erklärt, er fühle sich in seiner Heimat bedroht und wolle deswegen politisches Asyl in der Schweiz beantragen, erklärte ein Flughafensprecher am Montag. Demnach hatte sich der 31-jährige Co-Pilot im Cockpit eingeschlossen, als der Pilot zur Toilette ging.

Die Entführung der in Addis Abeba gestarteten Maschine der Ethiopian Airlines mit Ziel Rom war am Montagmorgen glimpflich ausgegangen. Das Flugzeug landete sicher in Genf, alle Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unversehrt, wie die Schweizer Polizei mitteilte. Die Boeing 767 war um 0.30 Uhr (Ortszeit) in Addis Abeba gestartet und hätte um 4.40 Uhr in Rom landen sollen. Stattdessen setzte sie um 6 Uhr in Genf auf.

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Genf: Flugzeugentführung unblutig beendet
Zahlreiche Flüge von und nach Genf waren am Morgen wegen der zeitweiligen Schließung des Airports gestrichen worden. Inzwischen wurde der Betrieb wieder aufgenommen.

Ethiopian Airlines kündigte an, man werde nun dafür sorgen, dass alle Passagiere ihre Reiseziele erreichen.

rls/dpa/AFP

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