TV-Quote beim ESC Melodien für fast neun Millionen

Gut, aber nicht so gut wie in Düsseldorf 2010: Bei der Übertragung des Eurovision Song Contest aus Baku schaltete jeder dritte Deutsche den Fernseher ein. 9,7 Millionen waren um 22.34 Uhr dabei, als Roman Lob den deutschen Beitrag sang.

dapd

Hamburg - Der Eurovision Song Contest aus Baku hat der ARD eine ordentliche, aber keine berauschende Einschaltquote gebracht. Knapp neun Millionen Zuschauer haben am Samstagabend in der ARD das über dreistündige Finale des Eurovision Song Contest 2012 in Baku angeschaut. Das war mehr als jeder dritte Fernsehzuschauer zu dieser Zeit (Marktanteil: 36,6 Prozent). Allerdings hatte der Song Contest damit rund 3,5 Millionen weniger Zuschauer als beim Heim-Grand-Prix in Düsseldorf vor einem Jahr. Bei den 14 bis 49-Jährigen betrug er 43,6 Prozent (4,11 Millionen Zuschauer), bei den 14- bis 29-Jährigen 48,2 Prozent (1,17 Millionen Zuschauer).

Der Spitzenwert wurde zum Ende des Auftritts von Roman Lob gemessen: 9,78 Millionen Zuschauer verfolgten um 22.34 Uhr den Auftritt des 21-Jährigen, der am Ende den achten Platz erreichte.

Die ARD zeigte sich dennoch zufrieden mit der Quote: "Dass wir nach der heftigen politischen Diskussion und einem viel gelobten ESC in Düsseldorf in einer sommerlichen Pfingstnacht nicht dieselben Zuschauerzahlen wie im Vorjahr erzielen würden, wussten wir", sagte der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber.

Gleichzeitig deutete er an, dass die ARD vermutlich beim deutschen Vorentscheid am Casting-Prinzip festhalten wird. "Das Prinzip einer Talentsuche für den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest hat sich nach dem guten Abschneiden von Lena und Roman bewährt", sagte er. Lena hatte 2010 den Grand Prix gewonnen und 2011 Platz zehn belegt.

Gewinner und Verlierer beim ESC in Baku

Rang Land Punkte
1 Schweden 372
2 Russland 259
3 Serbien 214
4 Aserbaidschan 150
5 Albanien 146
6 Estland 120
7 Türkei 112
8 Deutschland 110
9 Italien 101
10 Spanien 97
11 Moldau 81
12 Rumänien 71
13 Mazedonien 71
14 Litauen 70
15 Ukraine 65
16 Zypern 65
17 Griechenland 64
18 Bosnien 55
19 Irland 46
20 Island 46
21 Malta 41
22 Frankreich 21
23 Dänemark 21
24 Ungarn 19
25 Großbritannien 12
26 Norwegen 7

jbr/dapd



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
sabinepotthast 27.05.2012
1. Europa sucht den Superstar
Man sollte das deutsche Casting-Prinzip auch in den übrigen Teilnehmerländern einführen. Die Sieger treten dann im großen Finale gegeneinander an.
.... 27.05.2012
2. Stadt, Land, Fluss...
Was war jetzt nochmal was? Aber die Moldau ist definitiv kein Land! :-)
Berg-neu 28.05.2012
3.
Zitat von sabinepotthastMan sollte das deutsche Casting-Prinzip auch in den übrigen Teilnehmerländern einführen. Die Sieger treten dann im großen Finale gegeneinander an.
Auch Deutschland hat mehrere verschiedene Nominierungsverfahren ausprobiert. Erst vor 2 Jahren wurde gecastet: organisiert von Raab mit Lena als Beste. Vorher wurde mehrfach am "grünen Tisch" nominiert. Und noch weiter zuvor wurde in einer Veranstaltung ein deutscher Ausscheid gemacht. Jetzt laufen gleichzeitig DSDS und ein ein Bundesvisions-Songcontest (mit 16 Teilnehmern aus den Bundesländern) und ein Casting-Staffel für Europa. Man kann zweifeln, ob ausgerechnet beim letzteren Casting Deutschlands Beste/r gefunden wird. Es könnte ja auch der DSDS-Sieger antreten oder eines der 16 Bundesländer. Aber diejenigen müssen ja auch wollen......
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