Explosionen in Linienbussen: Tote und Verletzte bei Anschlägen in China

Chinas Sicherheitskräfte in höchster Alarmbereitschaft: Im Südwesten des Landes sind bei Anschlägen auf Linienbusse drei Menschen getötet worden, mindestens 14 wurden verletzt. Die örtliche Polizei spricht von "Sabotage".

Peking - Zwei der Detonationen ereigneten sich im Abstand von einer Stunde während der morgendlichen Hauptverkehrszeit im Zentrum der Hauptstadt der Provinz Yunnan, Kunming. Nach jetzigem Stand sollen drei Menschen getötet worden sein, mindestens 14 weitere wurden verletzt.

Zur Explosionsursache wollte die Polizei zunächst keine näheren Auskünfte geben. Sie geht aber von einer "absichtlichen Tat" und "Sabotage" aus, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Die erste Explosion in Kunming ereignete sich den Angaben zufolge, als der Bus an einer Haltestelle stoppte. Die zweite Detonation folgte in einem Bus in derselben Straße.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von einer dritten Explosion, die sich nahe der Stadt Minshan ereignet haben soll. Ein Regierungssprecher habe dies allerdings nicht bestätigen wollen.

Offenbar kam es in der Provinz Yunnan erst vor zwei Tagen zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und demonstrierenden Kautschukbauern, die eine Fabrik angegriffen haben sollen. Dabei sollen zwei Bauern getötet worden sein, 41 Polizeibeamte wurden verletzt.

Die Vorfälle dürften zu einer weiteren Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld der Olympischen Spiele in China führen. China hatte diese ohnehin bereits drastisch verschärft.

Peking fürchtet vor allem mögliche Anschläge muslimischer Extremisten in der nordwestlichen Region Xinjiang sowie von Anhängern des tibetischen Unabhängigkeitskampfes.

pad/Reuters/AFP

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