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Facebook-Panne: Party in Cuxhaven eskaliert

Es sollte eine harmlose Fete werden - unter Aufsicht der Mutter. Doch das 15-jährige Geburtstagskind hatte die Party auf Facebook versehentlich öffentlich markiert. So kamen Hunderte - und die Polizei.

Langen - 60 Gäste waren eingeladen, 400 kamen: Im niedersächsischen Langen, einer kleinen Stadt im Kreis Cuxhaven, ist am Freitagabend eine Party eskaliert, weil die 15-jährige Gastgeberin die Veranstaltung bei Facebook versehentlich öffentlich gestellt hatte. Die Polizei musste die Geburtstagsfeier schließlich beenden.

Laut "Cuxhavener Nachrichten" geriet die Feier nach 23 Uhr außer Kontrolle. Eigentlich sei eine normale Party unter Aufsicht der Mutter geplant gewesen, heißt es in dem Bericht. Doch die Gäste strömten in Scharen. Und strömten. Und strömten. Und gehen wollten sie auch nicht. Alkoholisierte Jugendliche wurden aggressiv, als die Mutter das Fest beenden wollte.

Die Mutter des Geburtstagskinds alarmierte schließlich die Polizei. Die Beamten nahmen einen Mann fest, der sich weigerte, die Party zu verlassen. Außerdem wurden mehrere Sachbeschädigungen festgestellt. Wer für den Polizeieinsatz haften muss, ist noch unklar. Beamte aus mehreren Revieren seien zusammengezogen worden, berichteten die "Cuxhavener Nachrichten". Die Mutter habe alles versucht, um die Feiernden zu vertreiben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Dass öffentliche Party-Einladungen bei Facebook riskant sind, ist spätestens seit dem Fall Tessa bekannt. Im Juni hatte die junge Hamburgerin aus Versehen 16.000 Gäste zu ihrer Geburtstagsparty eingeladen. Zwar wurde die Feier abgesagt, trotzdem kamen rund 1000 Jugendliche und feierten rund um Tessas Elternhaus. Die Polizei musste damals mit Hunden und Absperrgittern für Sicherheit sorgen.

hut/dpa

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insgesamt 71 Beiträge
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1. -
propagandhi 11.09.2011
Zitat von sysopEs sollte eine*harmlose Fete werden - unter*Aufsicht der Mutter.*Doch das 15-jährige Geburtstagskind hatte die Party auf Facebook versehentlich öffentlich markiert.*So kamen Hunderte - und die Polizei. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,785607,00.html
Die Polizei sollte die Personalien dieser Leute aufnehmen und gegen jeden einzelnen sollte Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstellt werden. Ein Fest bei Unbekannten, das offensichtlich nicht öffentlich ist, zu besuchen bzw. zu stören erfüllt diesen Tatbestand absolut. Und es sollten in jedem Fall hohe Geldstrafen verhängt werden, so dass der Idiotenmob es sich auch merkt.
2. Selbst Schuld
ratbag 11.09.2011
Diese Facebook Dummis lernens einfach nicht. Vielleicht mal mit Google+ versuchen?
3. gegen titelzwang!
klowasser 11.09.2011
Zitat von propagandhiDie Polizei sollte die Personalien dieser Leute aufnehmen und gegen jeden einzelnen sollte Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstellt werden. Ein Fest bei Unbekannten, das offensichtlich nicht öffentlich ist, zu besuchen bzw. zu stören erfüllt diesen Tatbestand absolut. Und es sollten in jedem Fall hohe Geldstrafen verhängt werden, so dass der Idiotenmob es sich auch merkt.
400 Gäste können auf einer Party auch mal zusammenkommen, ohne das dabei diese ins facebook gestellt wurde. Nennt sich Mundpropaganda, und hat auch schon eben vor fb-Zeiten so durchaus die ein oder andere Party eskalieren lassen. Aber ja, recht haben sie, gegen alle sollte man Haftstrafen (am besten LEBENSLANG!) verhängen, die müssen alle in den Knast, damit wir in Ruhe & Frieden unser langweiliges Leben leben können.
4. Wer den Polizeieinsatz bezahlt, ist
frank4979 11.09.2011
ja wohl klar. Auf keinen Fall die Verursacherin oder deren Eltern. Es werden mal wieder die Steuerzahler fuer die Beschraenktheit von einzelnen zur Kasse gebeten. Wetten ?
5. Ursache und Wirkung
weltbetrachter 11.09.2011
Zitat von propagandhiDie Polizei sollte die Personalien dieser Leute aufnehmen und gegen jeden einzelnen sollte Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstellt werden. Ein Fest bei Unbekannten, das offensichtlich nicht öffentlich ist, zu besuchen bzw. zu stören erfüllt diesen Tatbestand absolut. Und es sollten in jedem Fall hohe Geldstrafen verhängt werden, so dass der Idiotenmob es sich auch merkt.
Die Ursache liegt doch darin, das hier mal wieder ein junges Mädchen mit Facebook nicht umgehen kann. Ansonsten wäre das ja wohl nicht passiert. Wenn man etwas nicht kann sollte man es bleiben lassen. . Den Polizeieinsatz darf wieder der Steuerzahler blechen. . Radalierende Partygäste toleriere ich auch nicht. Aber Ursache und Wirkung sollten nicht verwechselt werden.
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