Fahrrad-Touristen Iranische Geiselgangster gefasst

Wo und wie die Geiselnehmer aufgespürt wurden, ist nach wie vor unklar, das iranische Außenministerium schweigt sich aus. Die zwei deutschen Rad-Touristen und ihr irischer Begleiter, die vier Wochen gekidnappt waren, sind mittlerweile wieder zu Hause bei ihren Familien.


Vier Wochen entführt: Sturm, Brück and Leahy (v.l.n.r.)
REUTERS

Vier Wochen entführt: Sturm, Brück and Leahy (v.l.n.r.)

Teheran - Nach dem glücklichen Ende der Geiselhaft von zwei deutschen und einem irischen Touristen in Iran sind die Entführer in Haft. Das gab der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid- Resa Assefi, am Donnerstag bekannt.

Die frei gekommenen deutschen Geiseln Oliver Brück und David Sturm sowie ihr Leidensgenosse Aidan Leahy aus Irland sind nach deutschen Regierungsangaben inzwischen wieder zu Hause. Sie seien am Dienstagmorgen in Frankfurt gelandet, hieß es am Neujahrstag in Berlin. Ihr Aufenthaltsort war nach dem Ende der vierwöchigen Geiselnahme und dem Rückflug zunächst unklar gewesen.

Die beiden Bremer wurden abgeschirmt von der Öffentlichkeit zu ihren Angehörigen gebracht. Der Ire reiste an seinen Wohnort weiter. Die Behörden wollten keine weiteren Stellungnahmen zu Einzelheiten abgeben, hieß es.

Auch zu den Geiselgangstern wurden keine weiteren Details bekannt. Der Geheimdienst werde die weiteren Ermittlungen leiten, hieß es im iranischen Außenministerium. «Für uns war es nur wichtig, dass wir konsequent die Lösegeldforderungen der Entführer abgelehnt haben, aber dennoch die Geiseln befreien und gesund nach Hause schicken konnten», sagte der Sprecher im staatliche Fernsehen.

Die beiden Deutschen und der Ire waren Anfang Dezember im Südosten Irans während einer Fahrradtour entführt worden. Ihre Kidnapper hätten sie gut behandelt, hatte Brück nach der Freilassung in Teheran berichtet. Wie die Entführten in der Provinz Sistan-Belutschistan letztlich freikamen, ist ebenfalls unklar.

Nach früheren Behördenangaben gehören die Entführer zu den berüchtigten Drogenbanden der Region. Sie hatten ein Lösegeld von fünf Millionen Euro gefordert oder die Freilassung von inhaftierten Bandenmitgliedern verlangt.



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