Fahrwerksprobleme bei Boeing 767 Bauchlandung in Warschau

Schwerer Zwischenfall auf dem Flughafen Warschau: Eine Maschine der polnischen Fluggesellschaft Lot musste notlanden, wegen Problemen mit dem Fahrwerk. Die 231 Passagiere kamen mit einem großen Schrecken davon.


Warschau - In Warschau musste am Dienstag eine Boeing 767 mit 231 Passagieren an Bord wegen Fahrwerksproblemen notlanden. Die Maschine kam aus Newark im US-Bundesstaat New Jersey und gehört der polnischen Fluggesellschaft Lot.

Schon vor dem Landeanflug bemerkten die Piloten, dass das Fahrwerk klemmte. Die Maschine kreiste zunächst rund eine Stunde über dem Flughafen, Treibstoff wurde abgelassen, um die Brandgefahr zu minimieren. Ein Sprecher der Luftaufsicht sagte, in dieser Zeit seien die Passagiere auf die bevorstehende Notlandung vorbereitet worden.

Auf dem Boden brachte die Feuerwehr unterdessen einen feuerhemmenden Schaumteppich aus, auf dem das Flugzeug mit fast leeren Tanks aufsetzte. Bei der Landung kam es zu einem kleinen Brand, der von der bereitstehenden Feuerwehr schnell gelöscht wurde.

Beobachter sprachen von einer Meisterleistung des Piloten, der als sehr erfahrener Kapitän beschrieben wurde. "Das war phänomenal", sagte ein Vertreter der Luftsicherheitsbehörde dem polnischen Fernsehsender TVN 24. Polens Präsident Bronislaw Komorowski gratulierte der Crew und dankte für die erfolgreiche Landung.

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Warschau: Geglückte Notlandung ohne Fahrwerke
Ein Lot-Sprecher sagte der polnischen Nachrichtenagentur PAP, der Warschauer Flughafen Okecie müsse mindestens bis Mittwochmorgen für andere Starts und Landungen geschlossen bleiben. Alle Flüge wurden in andere Städte umgeleitet. Ärzte und Psychologen kümmerten sich um die Passagiere und ihre Angehörigen.

bim/dpa/dapd

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