Fall Dennis Regen hält Polizei von Suchaktion ab

Der seit einer Woche vermisste neunjährige Dennis aus Niedersachsen bleibt weiter verschwunden. Wegen schlechten Wetters wurde jetzt eine weitere Suchaktion verschoben.


Osterholz-Scharmbeck/Lichtenberg - Für das mysteriöse Verschwinden des neunjährigen Dennis aus Osterholz-Scharmbeck gibt es nach bisherigen Erkenntnissen keinen familiären Grund. "Dafür haben wir keine Anhaltspunkte", sagte ein Polizeisprecher.

Dennis war am Mittwoch vergangener Woche aus einem Schullandheim im niedersächsischen Wulsbüttel spurlos verschwunden. Das Bett des Jungen war am Morgen leer gewesen. Seine fünf Klassenkameraden, die mit ihm das Zimmer teilten, haben nach Angaben der Polizei nichts bemerkt. Es soll auch keinen Streit zwischen ihnen gegeben haben. "Dennis ist ein ganz normaler, lieber Junge, der noch nie von zu Hause ausgerissen ist", sagte der Sprecher.

Es ist der zweite rätselhafte Vermisstenfall im Großraum Bremen innerhalb von drei Monaten. Bereits seit dem 28. Juni ist die zehn Jahre alte Adelina aus Bremen verschwunden. Trotz über 700 Hinweisen hat die Polizei keine heiße Spur. Das Mädchen verschwand am helllichten Tag auf dem Heimweg von ihrem Urgroßvater zur Mutter.

Wurde Peggy in die Türkei verschleppt?

Von Peggy Knobloch aus dem fränkischen Lichtenberg fehlt noch jede Spur
DPA

Von Peggy Knobloch aus dem fränkischen Lichtenberg fehlt noch jede Spur

Auch bei der Suche nach der neunjährigen Peggy aus dem bayrischen Lichtenberg fehlt nach vier Monaten weiter jede Spur. Mit einem Internet-Fahndungsplakat in türkischer Sprache (Homepage der bayerischen Polizei) erhofft sich die Polizei neue Hinweise. Es sei nicht ausgeschlossen, dass das Kind in die Türkei verschleppt wurde, sagte ein Polizeisprecher.

Insgesamt 5000 Hinweise sind seit dem Verschwinden des kleinen Mädchens, dessen Stiefvater Türke ist, bei der 15 Mann starken Sonderkommission eingegangen. Von Peggy fehlt bislang weiter jede Spur.

"Wir haben die Hoffnung, dass sie noch lebt, denn wir haben bisher keine Gegenstände von ihr gefunden. Die Chancen stehen 50 zu 50", sagte Bernhard. Die Suche konzentriere sich auf Deutschland. Es gebe aber auch Anhaltspunkte, die in die Türkei führten.

Der neue Fahndungsaufruf ist eine Übersetzung des seit rund zwei Monaten in Deutsch ins weltweite Netz gestellte Plakat. Es zeigt ein aktuelles Foto der Schülerin und ihren Schulranzen. Peggy wird seit dem 7. Mai vermisst. Die Drittklässlerin war nach der Schule nicht nach Hause gekommen. Sogar Bundeswehr-Tornados hatten mit Spezialkameras nach dem Mädchen gesucht.

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