Zwei Tote: Familientragödie bei Bootsunfall vor Cornwall

Für den britischen Medienmanager Nicholas Milligan und seine Familie sollte es ein Kurzurlaub in Cornwall werden. Doch der Trip endete für die Familie in einer Tragödie. Während eines Ausflugs mit einem Motorboot geriet das Schiff außer Kontrolle. Der 51-Jährige und seine achtjährige Tochter starben.

London - Bei einem Unfall mit einem Motorboot sind vor der Küste Cornwalls zwei Menschen ums Leben gekommen. Wie die Küstenwache mitteilte, starben bei dem tragischen Unglück ein 51 Jahre alter Familienvater sowie seine achtjährige Tochter. Seine Frau und drei weitere Kinder wurden demnach teils schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Bei dem 51-Jährigen handelt es sich laut Polizei um den Medienmanager Nicholas Milligan. Er war demnach leitender Angestellter des britischen Bezahlsenders BSkyB und Mitbegründer des Senders Channel 5.

Offenbar war die in London lebende Familie über das verlängerte Wochenende in den südenglischen Ferienort Padstow in Cornwall gereist. Demnach hatten die Milligans hier ein Ferienhaus.

Am Sonntag hatte Milligan mit seiner 39 Jahre alten Frau und seinen vier Kindern im Alter zwischen vier und zwölf Jahren einen Ausflug mit einem Motorboot gemacht. Doch in der Nähe des Hafens habe sich das Boot plötzlich überschlagen, teilte die Küstenwache mit. Amateuraufnahmen zeigten, wie das Boot führerlos weiterfuhr.

Die Familie wurde der Polizei zufolge von Bord geschleudert und von dem führerlosen Motorboot überfahren. Seine Ehefrau und drei weitere Kinder konnten zwar mit Hilfe von Hubschraubern gerettet und in ein Krankenhaus gebracht werden. Die 39-Jährige und ihr vierjähriger Sohn hätten jedoch sehr schwere Verletzungen erlitten, sagte ein Polizeisprecher. Die beiden überlebenden Mädchen hätten das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen können, hieß es weiter.

Wasserski-Lehrer stoppte das führerlose Boot

Dass die Rettung der restlichen Familienmitglieder gelang, ist wohl auch dem spektakulären Einschreiten eines ortsansässigen Wasserski-Lehrers zu verdanken. Dem Mann war es gelungen, sich dem Boot zu nähern, in voller Fahrt aufzuspringen und den Motor zu stoppen. "Das war unglaublich tapfer, er hat mit Sicherheit Menschenleben gerettet", sagte ein Sprecher der Küstenwache.

Er sei ein "sehr liebevoller Vater und Ehemann gewesen", sagte Max Milligan über den Tod seines Bruders. Er habe sich in der Küstenstadt sein Traumhaus gebaut.

Auch Milligans Arbeitgeber zeigte sich über den Tod des Managers zutiefst bestürzt. Alle seien von der Nachricht der Tragödie geschockt und traurig, hieß es in einer Mitteilung des Senders BSkyB. Milligan sei viele Jahre lang ein großartiger Freund und Kollege gewesen. Er werde in der gesamten Branche schmerzlich vermisst werden.

Wie es zu der Tragödie kommen konnte, blieb zunächst unklar. Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen.

gam/dpa/AP

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