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Ferien Kinderspiele gegen Quengelei

Gegen Langeweile: Spiel und Spaß mit einfachem Material
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Laaaaaaaangweilig! Was können Eltern tun, wenn den Kindern öde ist? Eine ganze Menge. Ein paar Knöpfe oder Steine, ein Pappkarton oder eine Zeitung - mehr braucht es nicht. Und das Beste: Die meisten Spiele kosten nichts.

Hamburg - Stau auf der A2, sieben Kilometer, es sind noch drei Stunden zu fahren, zum vierten Mal ist das "Benjamin Blümchen"-Hörspiel durchgelaufen, auf der Rückbank herrscht Krieg. Es wird gezankt, geschrien, gequengelt. Der ICE von Köln nach Berlin hat mal wieder Verspätung, aber die 47. Partie Mau Mau sorgt nicht für Begeisterungsstürme, die Karten fliegen quer durchs ganze Abteil. Wie lange noch? Sind wir bald da? Sind wir jetzt da?

Wenn Oma und Opa nicht mehr zu bieten haben als ein angestaubtes "Mensch ärgere dich nicht"-Brettspiel, ist Improvisation gefragt. Wie es auch ohne kindgerechte Apps auf Smartphones oder Tablets gelingt, lange Fahrten oder Winterabende zu verkürzen, weiß Uli Geißler. Der Spiel- und Kulturpädagoge gibt Tipps, was sich ohne großen Aufwand und an jedem Ort spielen lässt - egal ob mit der Familie oder unter gleichaltrigen Kindern. Die meisten Spiele sind für Kinder ab vier bis sechs Jahren geeignet.

Als Spielmaterial reichen in der Regel ein paar Knöpfe oder Steine, ein Pappkarton oder Zeitungen und Zeitschriften. Kurz gesagt: alles, was sich eigentlich immer ohne Probleme auftreiben lässt oder ohnehin im Haushalt vorhanden ist. Für manche Spiele sind sogar überhaupt keine Materialien nötig, der eigene Verstand reicht völlig aus.

"Spielen gehört unweigerlich zur Entwicklungswelt des Menschen", sagt Geißler, "es ist an sich zweckfrei." Doch so ließen sich Taktik oder ein bestimmtes Verhalten erproben, und lernen, mit den eigenen Gefühlen bei einer Niederlage umzugehen, sagt der 55-Jährige. Er ist Autor zahlreicher Spiele, Kinderbücher und Spielebücher. Im Hauptberuf arbeitet Geißler als Referent für Kinder- und Jugendkulturarbeit für die Evengelisch-Lutherische Kirche in Bayern.

Neugierig geworden? Hier finden Sie einige Spielideen von Uli Geißler. Sie sind nach Themengebieten sortiert. Zur besseren Orientierung gibt es zu Beginn der einzelnen Tipps Angaben über das empfohlene Alter der Spieler, die Anzahl der Spieler, die Spieldauer sowie die benötigten Materialien.

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insgesamt 9 Beiträge
Sophomore 02.02.2012
Könnte daran liegen, dass es Quengelei heißen sollte ;-)
Könnte daran liegen, dass es Quengelei heißen sollte ;-)
moeschtijall 02.02.2012
All die im Artikel vorgeschlagenen Spiele kenne ich (58) aus meiner eigenen Kinderzeit und weiß auch noch wieviel Spaß wir damit hatten. Das "Das große Ravensburger Spielebuch, Ravensburger Buchverlag GmbH, Auflage 2006; [...]
All die im Artikel vorgeschlagenen Spiele kenne ich (58) aus meiner eigenen Kinderzeit und weiß auch noch wieviel Spaß wir damit hatten. Das "Das große Ravensburger Spielebuch, Ravensburger Buchverlag GmbH, Auflage 2006; 14,95 €" werde ich mir trotzdem kaufen. Vielleicht gibt es ja tatsächlich Spiele die ich noch nicht kenne. Ich denke, mein Enkelkind wird es mir danken!
Biegel 02.02.2012
Prinzipiell finde ich es ja gut, wenn Kinder sich aus einfachen Mitteln Spiele bauen. Aber warum wird hier nach den Eltern gerufen? Warum müssen die etwas tun und ihre Kinder ständig bespielen? Langeweile ist überhaupt nicht [...]
Zitat von sysopWas können Eltern tun, wenn den Kindern öde ist? Eine ganze Menge.
Prinzipiell finde ich es ja gut, wenn Kinder sich aus einfachen Mitteln Spiele bauen. Aber warum wird hier nach den Eltern gerufen? Warum müssen die etwas tun und ihre Kinder ständig bespielen? Langeweile ist überhaupt nicht schädlich. Ganz im Gegenteil. Kinder werden sehr kreativ, wenn man ihnen nur Zeit dazu lässt und ihnen nicht das Denken abnimmt.
hellknight 02.02.2012
Ich weiß nicht, ob wirklich so ein paar "einfache" Spiele heutzutage Kinder begeistern dürften. Ich pendle in jeder Woche 2-mal per Bahn und ich kriege so einiges mit. Die Situationen sind manchmal echt traurig: Die [...]
Ich weiß nicht, ob wirklich so ein paar "einfache" Spiele heutzutage Kinder begeistern dürften. Ich pendle in jeder Woche 2-mal per Bahn und ich kriege so einiges mit. Die Situationen sind manchmal echt traurig: Die meisten Kinder spielen mit den elektronischen Dinger wie iPhone, PSP, Nintendo und wie sie alle heißen. Sie starren immer wieder auf ein kleines Bildschirmchen, die Gesichter sind...ausdrucklos. Ich bin kein Psychologe, aber solche Szenen dürften die geistige Gesundheit nicht unbedingt fördern, oder? Natürlich habe ich nichts gegen diese Dinger, aber es sieht immer so aus, als ob die Kinder ihr ganzes Leben nur mit diese Spielzeuge verbringen. Es gibt auch positive Beispiele (ein Vater spielt mit seinen kleinen Sohn MauMau, und sie amüsieren sich offensichtlich sehr dabei) aber die sind rar. Ganz ehrlich, ich würde auch lieber spielvergnügte Kinder als emotionslose Zombies in Grüppchen sehen, aber es ist nichts daran zu ändern. Nun gut, im Zug ist recht ruhig.
Man sollte nicht unbedingt von einer kurzen Bahnfahrt auf den Rest des Tages schließen. Ich als Fahrgast bin ganz froh, wenn kleine Kinder sich im Zug auch mal still mit etwas beschäftigen können...
Zitat von hellknightNatürlich habe ich nichts gegen diese Dinger, aber es sieht immer so aus, als ob die Kinder ihr ganzes Leben nur mit diese Spielzeuge verbringen.
Man sollte nicht unbedingt von einer kurzen Bahnfahrt auf den Rest des Tages schließen. Ich als Fahrgast bin ganz froh, wenn kleine Kinder sich im Zug auch mal still mit etwas beschäftigen können...
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