Fernsehen Krug bleibt am "Tatort"

Wirft Manfred Krug alias Hauptkommissar Stoever von der Hamburger Mordkommission die Brocken hin? Alles Quatsch - sagt der dienstälteste "Tatort"-Ermittler. Da sei im Gegenteil noch ganz viel geplant.


Hamburg - "Tatort"-Darsteller und Werbestar Manfred Krug soll nach den Vorstellungen des Norddeutschen Rundfunks (NDR) auch weiterhin den beliebten Kommissar Stoever spielen. Die Produktionen seien bis ins Jahr 2000 gesichert, hieß es am Montag. Und auch Krug selbst mag vom Ausstieg (bisher) nichts wissen. "Naiverweise" sei wohl ein Satz aus der letzten "Tatort"-Episode zum Anlaß für entsprechende Berichte genommen worden. Der verräterische Spruch: "Noch zwei Jahre, dann machen wir den Lafontaine...".

Manfred Krug als Hauptkommissar
DPA

Manfred Krug als Hauptkommissar

Die zuständige NDR-Redakteurin Doris Heinze bemühte sich um Schadensbegrenzung. Krug werde mit seinem Schauspieler-Kollegen Charles Brauer in diesem Jahr mindestens einen weiteren "Tatort"-Krimi drehen. Im Jahr 2000 sind drei weitere Episoden geplant. "Von Ende kann keine Rede sein", sagte Heinze. "Wir haben nie ein Gespräch über seinen Ausstieg geführt, auch nicht nach seiner Krankheit." Vor zwei Jahren hatte Krug einen Schlaganfall erlitten. Die Verträge seien nicht langfristig geschlossen, denn irgendwann werde einmal der letzte "Tatort" mit Stoever (Krug) und seinem Kollegen Brockmöller (Charles Brauer) gedreht. Krug ist seit 1984 beim "Tatort" und mit 36 Einsätzen Deutschlands dienstältester Fahnder der ARD-Reihe.

Doch wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben. Und so denkt Manfred Krug denn schon mal in die Zukunft: "Ich gehe ins 63. Jahr und gehöre zu denjenigen, die sich grundsätzlich ein Leben nach der Schauspielerei vorstellen können."



© SPIEGEL ONLINE 1999
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.