Fesch in Berlin

Fesch in Berlin Riccardo, 20, aus München

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Riccardo Simonetti sieht aus wie ein fröhlicher Jesus - statt Dornenkrone hat er blaue Rosen im schulterlangen Wallehaar. Als vor dem Zelt der Fashion Week am Brandenburger Tor zwei ehemalige Kandidatinnen von "Germany's next Topmodel" an ihm vorbeilaufen, wird gebusselt.

Man kennt sich, war in den vergangenen Tagen gemeinsam auf Castings. Ricci ist selbst Model und betreibt nebenbei ein Blog. Am Mittwoch wird er auf der Show von Schwarzer Reiter laufen.

Mein Outfit soll…

…zeigen, dass die Zeit des Punk, des schwarzen Leders, des Harten in der Mode vorbei ist. Blumen sind heutzutage das viel größere Statement, sie sind der neue Punk. Ich will das Weiche nach außen tragen, das Feminine.

Ich würde niemals…

…in der Öffentlichkeit Crocs tragen oder irgendwelchen Trends folgen, nur weil alle folgen. Wenn, dann muss es mir auch persönlich gefallen.

Ich gehe nicht auf die Straße ohne…

…mein iPhone und eine goldene Armbanduhr. Heute trage ich eine von Guess, sie hat rund 300 Euro gekostet.

Wenn niemand hinguckt, trage ich...

…genau dasselbe, was ich auch in der Öffentlichkeit trage. Ich bin schon in der Schule so rumgelaufen, mit Federn und Blumen. Klar bin ich da auch mal blöd angequatscht worden, vor allem auf meine langen Haare. Aber mein Umfeld hat sich inzwischen an meinen Look gewöhnt.

Mein modisches Vorbild ist…

…einerseits Lady Gaga, weil sie es geschafft hat, uns Paradiesvögel zu etablieren. Andererseits das Model Andrej Pejic, weil er wie ich den androgynen Look verkörpert.



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