Rom - Die Passagiere des im Indischen Ozean in Seenot geratenen Kreuzfahrtschiffes von Costa Cruises sind auf dem Weg in die Sicherheit. Das nach einem Brand manövrierunfähige Schiff werde bis Mahe geschleppt, der Hauptinsel der Seychellen, teilte die Reederei mit. Spätestens Donnerstag werde es dort ankommen.
Zunächst wollte man das Schiff zur nahe gelegenen Insel Desroches bringen, doch der Plan wurde geändert, da die Sicherheitsbedingungen für die Landung und Übernachtungsmöglichkeiten für Hunderte Menschen auf der kleinen Insel zu schlecht seien.
Der Tourismus-Chef der Seychellen, Alain St. Ange, hatte am Dienstagmorgen vor Problemen gewarnt. Es sei möglich, dass es auf den Seychellen für die mehr als 1000 Passagiere zu wenig Unterbringungen beziehungsweise Flugmöglichkeiten gebe.
Das Kreuzfahrtschiff war auf dem Weg von Madagaskar zu den Seychellen, als am Montag im Maschinenraum ein Brand ausbrach. Das Feuer konnte zwar gelöscht werden, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. In Folge fiel jedoch der Strom aus.
An Bord befinden sich neben 413 Crewmitgliedern 636 Passagiere aus 25 Ländern, die meisten davon aus Italien, Frankreich und Österreich. Auch 38 Deutsche sind auf dem Schiff. Nach Angaben des Kreuzfahrtanbieters sind alle Passagiere wohlauf. "Allen geht es gut, es ist nichts passiert", sagte der Sprecher der deutschen Tochtergesellschaft von Costa Kreuzfahrten. Alle Familienangehörigen der Passagiere seien informiert worden.
Der Zwischenfall auf der "Costa Allegra" ereignete sich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für die Betreibergesellschaft Costa Crociere, einer Tochterfirma des US-Unternehmens Carnival. Erst am 13. Januar war ihre "Costa Concordia" vor der toskanischen Insel Giglio mit mehr als 4200 Menschen an Bord auf einen Felsen gelaufen und gekentert. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben.
jbr/AFP/dpa
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