Buchpräsentation nach Burnout: Uggie und sein Hundeleben

Seine Auszeit hat der Berühmtheit keinen Abbruch getan: Filmhund Uggie hat sich in London gewohnt souverän der Öffentlichkeit präsentiert, samt Memoiren. Man kann nur hoffen, dass sich der Star aus "The Artist" nicht wieder übernimmt. Schließlich war er erst kürzlich in Paris.

Filmhund Uggie: "Nur Wasser und ein Fleckchen Rasen" Fotos
REUTERS

London - Auch im Blog des Stadtmagazins "Time Out" wurde für Uggies Auftritt geworben. "Das ist fast sicher Ihre einzige Chance, einen Oscar-prämierten Hund zu treffen", hieß es in der Ankündigung für die Signierstunde der besonderen Art. Und tatsächlich waren einige Fans erschienen, als Uggie sein Buch bei "Waterstones" in der Kensington High Street vorstellte. Gewohnt gekonnt posierte der kleine Star mit seinem Werk, einer Darstellung seines tierischen Lebens, für die Fotografen. Ganz Profi eben.

Dabei waren genau solche Auftritte dem wahren Star des mit fünf Oscars prämierten Films "The Artist" zu viel geworden. Monatelang war das arme Tier durch US-TV-Shows getingelt, wurde bei den Golden Globes, den Baftas und den Filmfestspielen in Cannes vorgeführt. Das Ergebnis: Uggie litt an einem ominösen "Zitter-Syndrom", war nach einer Veranstaltung in Los Angeles Ende Februar komplett erschöpft und bekam von einem Arzt ein abruptes Karriere-Aus verschrieben.

Für sein Buch ist er jedoch wieder auf Reisen. In der vergangenen Woche besuchte Uggie zusammen mit seinem Besitzer und Trainer Omar von Muller bereits Paris. Er fand trotz aller Promotion auch Zeit für das leibliche Wohl und besuchte laut "Guardian" die weltberühmte "Brasserie Lipp" am Ufer der Seine.

In den Memoiren des Jack Russell ist unter anderem von seiner Liebe zu Reese Witherspoon zu lesen, mit der er für den Film "Water for Elephants" vor der Kamera stand. Auch seine Essstörung, die ihn immer wieder dazu verleitet, den Kühlschrank seines Besitzers zu plündern, wird thematisiert.

Uggies Co-Autorin Wendy Holden lobt dessen Routine. "Er ist einfach zum Star geboren", sagte sie kürzlich dem "Guardian" und fügte hinzu: "Er reist mit Stil, und die Hotels sind so nett, sich nach seinen Bedürfnissen zu erkundigen. Aber er braucht nicht viel: frisches Wasser und immer mal ein frisches Fleckchen Rasen."

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insgesamt 5 Beiträge
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    Seite 1    
1. Tierquälerei?
gievlos 30.10.2012
Aber so lange irgendwelche Leute daraus Kapital schlagen können, ist ja alles in Ordnung
2. Dies sind Themen,
nerdtorious 30.10.2012
die mich dazu veranlassen, mich auf den Weltuntergang zu freuen.
3. Schade - armer Hund
harrymaus 30.10.2012
ich find's ziemlich schade, dass der Artikel teilweise so formuliert ist, als ob es dem Hund was bedeutet, prominent zu sein. Eindeutig ist er nur das Opfer seines Besitzers, der Geld aus ihm herausschlägt und dass der das auch noch macht, nachdem der Hund schon einmal stressbedingt eine Auszeit brauchte, ist echt mies. Ich hoffe, dass auch dieser Hund nochmal eine Chance bekommt, unbeschwert Hund sein zu dürfen.
4.
bronck 31.10.2012
Das Bild spricht Bände. Die ganze Körperhaltung des Hundes drückt Unwohlsein und auch etwas Angst aus. Der arme Kerl macht das mit, aber Freude hat er daran keine. Es ist für ihn unangenehme Pflicht. Er sitzt da, wie auf dem Untersuchungstisch des Tierarztes in Erwartung der Impfspritze.
5. ...wie kommt es dann...
schrecklassnach 31.10.2012
...dass er auf vielen der anderen Bilder ziemlich glücklich aussieht? Tierquälerei sehe ich in der Stadt jeden Tag - Handtaschenhunde, die kaum drei Meter gehen können, ohne dass sie vor lauter Verfettung zu schnaufen anfangen, völlig verunsicherte, nicht sozialisierte Hunde, die Herrchen oder Frauchen an der Leine hinter sich herzerren, ohne Gelegenheit zum Schnuppern oder Kontakt zu anderen Hunden...da regt sich allerdings nur dann jemand auf, wenn das Tierchen zu bellen oder ("Monster", "Kampfhund", "Reißende Bestie") womöglich gar zu beißen anfängt.
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