Nächtlicher Alarm in München: Probleme bei Entschärfung von Fliegerbombe

Der Einsatz ist offenbar komplizierter als erwartet: Die Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in München wird noch bis in den Abend dauern. Mehr als 2000 Menschen haben bereits die Nacht in Notunterkünften verbracht.

Fliegerbombe in München: Entschärfung verzögert sich
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DPA

München - Der Fund eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg hat in München einen nächtlichen Großalarm ausgelöst. Rund 2500 Menschen mussten am Montagabend ihre Wohnungen verlassen und die Nacht in Notunterkünften verbringen. Die Entschärfung der 250-Kilo-Bombe bereitet offenbar große Probleme, sie wird noch bis in die frühen Abendstunden dauern.

Bewohner der evakuierten Häuser können bis auf weiteres nicht in ihre Wohnungen zurückkehren, teilte die Feuerwehr am frühen Dienstagmorgen mit. Auch Geschäfte und Büros in den betroffenen Straßen rund um die Fundstelle müssten vorerst geschlossen bleiben. "Es ist tatsächlich so, dass jederzeit die Bombe hochgehen kann", sagte Feuerwehrsprecher Alexander Purkl. Grund sei ein eingebauter Langzeitzünder, der bisher nicht ausgelöst wurde.

Der Blindgänger war am Montag bei Bauarbeiten im Stadtteil Schwabing gefunden worden. Zunächst sollten rund 800 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Am späten Abend entschied die Einsatzleitung, die Evakuierungszone auf einen Radius von 300 Meter zu erweitern. Weitere 1700 Anwohner mussten in Schulen und andere Sammelunterkünfte.

Anfangs hatte es geheißen, die Bombe werde bei Tagesanbruch kontrolliert gesprengt, weil es dann hell genug sei. In den frühen Morgenstunden verschob die Einsatzleitung den komplizierten Einsatz jedoch erneut. Wenn die Bombe unkontrolliert hochgehe, werde die Detonation ein Gebäude zerstören und einen Splitterregen verursachen, so Purkl. Der Sprengmeister versuche, den Blindgänger mit Stroh und Sand abzudecken, um die Sprengkraft zu dämpfen.

Insgesamt waren rund hundert Einsatzkräfte vor Ort. Sie sperrten eine U-Bahn-Station sowie einen Abschnitt der viel befahrenen Leopoldstraße.

wit/dpa

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